Autobauer toppt Weltmarkt: Renault will nach Rekordjahr noch eins draufsetzen

Autobauer toppt Weltmarkt: Renault will nach Rekordjahr noch eins draufsetzen

, aktualisiert 18. Januar 2016, 10:00 Uhr
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Die Verkäufe des Autobauers wuchsen mehr als doppelt so stark wie die des Weltautomarkts.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Autobauer Renault hat 2015 so viele Fahrzeuge verkauft wie nie zuvor. In diesem Jahr wollen die Franzosen den Absatz noch einmal toppen. Die Renault-Welt wäre rosarot – wären da nicht die Abgaswerte.

ParisRenault setzt sich nach einem Rekordabsatz im vergangenen Jahr höhere Ziele. „Unser Wachstum wird sich 2016 beschleunigen und wir werden unsere Position in all unseren Regionen verbessern“, teilte Vertriebschef Thierry Koskas am Montag an.

2015 hatte der französische Autobauer dank neuer Fahrzeugmodelle 2,8 Millionen Autos und Transporter ausgeliefert – so viel wie niemals zuvor. Damit wuchs Renault mehr als doppelt so stark wie der weltweite Automarkt, der ein Plus von 1,6 Prozent verzeichnete. Die Franzosen bauten ihren Marktanteil in Europa aus und verteidigten ihre Position in den Schwellenländern. In Europa stieg der Absatz des Peugeot-Konkurrenten 2015 um 10,2 Prozent, während der Markt um 9,4 Prozent wuchs.

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In der vergangenen Woche war bekanntgeworden, dass es bei Renault im Zusammenhang mit dem Abgasskandal bei Volkswagen zu Durchsuchungen kam. Die Aktien verloren zeitweise knapp 23 Prozent an Wert. Einem Medienbericht zufolge muss sich der Konzern noch am Montag vor einer Kommission wegen zu hoher Abgaswerte verantworten. Es werde erwartet, dass Vertreter von Renault dort erklärten, warum Grenzwerte überschritten wurden und wie der Konzern das Problem beheben wolle, berichtete die Zeitung „Les Echos“ am Samstag.

Am Donnerstag waren die Behörden zu Razzien bei dem Autobauer angerückt. Spekulationen, Renault könne wie VW bei Abgas-Werten via Software geschummelt worden sein, ließen den Aktienkurs daraufhin einbrechen. Energieministerin Segolene Royal erklärte kurz darauf aber, es gebe bei Renault keinen Betrug. Zwar habe es Emissionsprüfungen gegeben. Dabei sei aber keine manipulierte Software festgestellt worden. Vielmehr hätten Tests bei Renault und anderen Herstellern Abgas-Werte über dem erlaubtem Maß ergeben.

Volkswagen hatte im September auf Druck der US-Behörden zugegeben, Stickstoffwerte bei Diesel-Autos geschönt zu haben. Weltweit ist eine Software, die den Stickoxid-Ausstoß nur auf dem Prüfstand unter den Grenzwert senkt, in elf Millionen Autos eingebaut. Seit Bekanntwerden der Manipulation steht auch die Konkurrenz unter besonderer Beobachtung von Behörden, Justiz und Öffentlichkeit.

Quelle:  Handelsblatt Online
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