Automesse Schanghai: Daimler sucht nach Partnern

Automesse Schanghai: Daimler sucht nach Partnern

, aktualisiert 19. April 2017, 11:13 Uhr
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Der Daimler-Chef ist auf Partnersuche auf der Automesse in Schanghai.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Hersteller von Oberklassefahrzeugen versuchen sich im wichtigen asiatischen Markt zu etablieren. Während Audi allerdings mit lokalen Händlern hadert, bemüht sich Daimler um Gespräche mit Uber-Konkurrent Didi Chuxing.

ShanghaiDer Autobauer Daimler will die Position in seinem wichtigsten Einzelmarkt weiter ausbauen und sucht dafür in bestimmten Bereichen nach neuen Partnern. So führe das Unternehmen unter anderem Gespräche mit dem lokalen Uber-Konkurrenten Didi Chuxing, sagte China-Vorstand Hubertus Troska am Mittwoch auf der Automesse in Shanghai. Das Unternehmen ist der in China wichtigste Anbieter von taxiähnlichen sogenannten Ride-Hailing-Diensten, die mit einer Smartphone-App bestellt und bezahlt werden können. Auch der Volkswagen-Konzern ist laut China-Chef Jochem Heizmann weiter „in intensiven Gesprächen“ mit dem Dienst.

Daimler-Chef Dieter Zetsche will die künftig deutlich schärferen Emissionsregeln im Land auch für den Dax-Konzern nutzen. Daimler sei flexibel aufgestellt und werde batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge auch in den Werken produzieren, in denen bislang Verbrenner gebaut würden, sagte er. Dazu würden auch Produktionskapazitäten in China gehören. Die Bemühungen, in dem Land ein schlagfertiges Entwicklerteam zusammenzustellen, seien schon weit fortgeschritten. Der Fortschritt bei Elektroautos sei wie „die berühmte Ketchup-Flasche, von der man nicht weiß, wann sie kommt und wie viel“.

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Nach Einschätzung von Audi-Chef Rupert Stadler wird der Markt für Oberklasse-Autos in China in den kommenden Jahren weiter zulegen. „Wir werden ein signifikantes Wachstum sehen“, sagte Stadler. Weil der Wohlstand in China steige, könnten die Verkäufe der Oberklasse-Hersteller innerhalb von zehn Jahren von heute rund 2,1 auf drei Millionen Fahrzeuge pro Jahr steigen, Audi würde davon profitieren. Mit einer kurzfristigen Prognose für das China-Geschäft im laufenden Jahr hielt sich der Audi-Chef zurück. „Wir werden sehen, wie stark wir beschleunigen können.“ Audis Verkäufe waren in den ersten drei Monaten wegen eines Streits mit lokalen Händlern zurückgegangen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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