Autozulieferer Hella: Familienaktionäre ziehen sich zurück

Autozulieferer Hella: Familienaktionäre ziehen sich zurück

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Das Werk des Autozulieferers Hella.

Ein halbes Jahr nach dem Börsengang des Autozulieferers Hella werfen die Familienaktionäre 13,9 Millionen Aktien auf den Markt. Seit dem Börsengang ist der Kurs rasant gestiegen.

Die Familienaktionäre des Autozulieferers Hella ziehen sich gut ein halbes Jahr nach dem Börsengang weiter aus dem Unternehmen zurück. Mitglieder der Familien Behrend und Hueck warfen am Dienstag bis zu 13,9 Millionen Hella-Aktien auf den Markt, wie das Unternehmen mitteilte.

Sie sollen über Nacht von der Deutschen Bank und dem Bankhaus Lampe bei institutionellen Investoren platziert werden. Die Papiere werden in einer Spanne von 39 bis 41 Euro angeboten, wie Lampe mitteilte. Damit hat das zum Verkauf stehende Paket einen Wert von fast 570 Millionen Euro.

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Die zehn größten deutschen Autozulieferer

  • Platz 10: Brose

    Umsatz 2013: 6,2 Milliarden US-Dollar

    Aus Coburg kommen die Sitzsysteme, Türmodule, Fensterheber und Schließsysteme von Brose. 22.000 Menschen arbeiten für das Familienunternehmen, das bereits seit 1908 existiert.

    Quelle des Rankings: Automobilwoche Stand Juli 2014

  • Platz 9: Hella

    Umsatz 2013: 6,7 Milliarden US-Dollar

    In Lippstadt in Nordrhein-Westfalen produziert Hella mit rund 29.000 Mitarbeitern Licht- und Elektroniksysteme für den Fahrzeugbau. Das Unternehmen blickt auf eine lange Historie zurück. Der Grundstein wurde bereits 1899 gelegt.

  • Platz 8: Benteler Automobiltechnik

    Umsatz 2013: 7,7 Milliarden US-Dollar

    Fahrwerkteile, Abgassysteme, Umformtechnik und Rohre – das sind die Komponenten, die Benteler Automobiltechnik mit weltweit rund 20.850 Mitarbeitern entwickelt und produziert. Zum 1. September 2014 hat Benteler zwei Teilbetriebe aus der insolventen Wilco Wilken Lasertechnik übernommen, um seine Kompetenz in diesem Bereich zu verstärken.

  • Platz 7: Schaeffler

    Umsatz 2013: 8,1 Milliarden US-Dollar

    Von Herzogenaurach aus schickt Schaeffler seine weltberühmten Wälzlager, aber auch Motoren- und Getriebeelemente, sowie Kupplungs- und Antriebstechnik rund um den Globus. Schaeffler übernahm 2008 Continental und bürdete sich damit einen riesigen Schuldenberg auf, den das Unternehmen in den nächsten Jahren nur mühsam abstottern konnte. Die Schaeffler-Gruppe hat rund 76.000 Mitarbeiter.

  • Platz 6: Mahle

    Umsatz 2013: 8,5 Milliarden US-Dollar

    Die Stuttgarter beliefern Autobauer weltweit mit Kolben, Lagern, Ventiltrieben, Filtersystemen, Turboladern und Klimaanlagen. Rund 65.000 Menschen arbeiten für das Traditionsunternehmen, das 1920 gegründet wurde. 2010 fusionierte Mahle mit dem Klimaanlagenbauer Behr und stieg damit damals unter die Top 4 der größten deutschen Automobilzulieferer auf.

  • Platz 5: BASF

    Umsatz 2013: 12,3 Milliarden US-Dollar

    Der Chemieriese aus Ludwigshafen am Rhein beliefert die Autobauer mit Lacken, Kunststoffen und Katalysatoren. Für die „Badische Anilin- & Soda-Fabrik“ so der ursprüngliche Name des Konzerns bei seiner Gründung 1865, arbeiten mittlerweile 112.000 Menschen.

  • Platz 4: ThyssenKrupp

    Umsatz 2013: 12,4 Milliarden US-Dollar

    Der Stahlkonzern aus Essen verdient an der Automobilindustrie mit dem Verkauf von Karosserieteilen, Fahrwerksmodulen, Antriebssträngen, Lenksystemen und Aufhängungen. Insgesamt arbeiten 157.000 Menschen für ThyssenKrupp.

  • Platz 3: ZF Friedrichshafen

    Umsatz 2013: 20,4 Milliarden US-Dollar

    Der Zulieferer vom Bodensee lässt er derzeit richtig krachen. Für umgerechnet 9,6 Milliarden Euro übernimmt der Spezialist für Getriebe- und Lenksysteme den amerikanischen Konkurrenten TRW-Automotive, der 2013 einen Jahresumsatz von 17,4 Milliarden Dollar erzielte.
    Damit strebt ZF die größte Übernahme durch ein deutsches Unternehmen seit der Finanzkrise an. TRW fertigt in erster Linie Sicherheitsprodukte wie Airbags, Gurte, Brems- oder Fahrerassistenzsysteme und ergänzt damit ZF perfekt. Das US-Unternehmen TRW soll als separater Geschäftsbereich im ZF-Konzern geführt werden. Da es keine Überschneidungen gebe, blieben alle Standorte erhalten, erklärte ZF-Chef Stefan Sommer. Die Transaktion soll in der ersten Jahreshälfte 2015 abgeschlossen werden
    Bisher arbeiten rund 72.000 Menschen für ZF, dazu kommen weitere 65.000 von TRW.

  • Platz 2: Continental

    Umsatz 2013: 33,5 Milliarden US-Dollar

    Der Konzern mit Sitz in Hannover stellen neben Reifen und Sicherheitssysteme auch Bremsanlagen und Türsysteme her. Etwa 180.000 Menschen arbeiten für Continental. Seit 2008 ist Continental Teil der Schaeffler-Gruppe.

  • Platz 1: Bosch

    Umsatz 2013: 40,2 Milliarden US-Dollar

    Der Stuttgarter Technologiekonzern stellt nicht nur Kühlschränke und Bohrmaschinen her. Kerngeschäft sind Komponenten für die Automobilindustrie wie Einspritzsysteme, Fahrwerke, Energieversorgungs- und Navigationssysteme. Für den Gesamtkonzern arbeiten weltweit über 280.000 Menschen.

Die Mehrheitseigner von Hella machen sich dabei den rasanten Kursanstieg der Hella-Aktie zunutze: Waren die Papiere im Herbst in zwei Schritten zu 25 und 26,50 Euro verkauft worden, notierten sie am Dienstag bei 42,25 Euro. Im Späthandel gaben Hella leicht auf 40,85 Euro nach.

Die angebotenen Aktien entsprechen rund 12,5 Prozent des Grundkapitals. Ein ähnlich großes Paket könnten die Familien später ebenfalls noch auf den Markt werfen, in den nächsten sechs Monaten allerdings nur mit Zustimmung der Banken. Rund 60 Prozent an Hella sind über einen Poolvertrag gebunden und sollen langfristig im Besitz der etwa 60 Clan-Mitglieder bleiben. Beim Börsengang hatten sich die Familien nur noch rund 15 Prozent an Hella getrennt. Nach Vollzug der Übernacht-Platzierung würde der Streubesitz des Unternehmens aus Lippstadt auf 27,7 Prozent steigen.

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