Balda: Großaktionär fordert Abwahl von Aufsichtsrat

Balda: Großaktionär fordert Abwahl von Aufsichtsrat

, aktualisiert 12. Dezember 2011, 19:17 Uhr
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Unruhe beim Medizintechnik-Konzern Balda.

Quelle:Handelsblatt Online

Ein Großaktionär des Medizintechnik-Konzerns Balda hat die Abwahl des Aufsichtsrats gefordert. Der soll einseitig zum Vorteil des Hauptaktionärs gehandelt haben - zulasten der übrigen Anteilseigner.

DüsseldorfBalda-Großaktionär Octavian Advisors wirft dem Aufsichtsrat des Medizintechnik-Produzenten Interessenkonflikte vor und fordert seine Abwahl. Der New Yorker Investor warf dem Kontrollgremium am Montag vor, es habe sich von persönlichen Interessen des Hauptaktionärs Michael Chiang leiten lassen - zulasten der übrigen Anteilseigner. Die Absage des zunächst geplanten Verkaufs der Beteiligung am taiwanischen Touchscreen-Hersteller TPK habe die Balda-Aktionäre 350 Millionen Euro gekostet, erklärte Octavian-Chef Richard Hurowitz. TPK gehört zu 25 Prozent Chiang und seiner Familie. An Balda hält Chiang 27,6 Prozent.

Die defizitäre Balda hatte Ende September angekündigt, bis zu 9,5 Millionen TPK-Aktien im Laufe des Abschlussquartals zu platzieren und den größten Teil des Erlöses an die Aktionäre auszuschütten. Mitte November verschob der Vorstand jedoch den geplanten Teilverkauf und begründete dies mit dem Kursverfall der Titel in den sechs Wochen zuvor. Die Haltefrist für die TPK-Papiere endete Mitte Juli.

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„Es ist offensichtlich, dass der Aufsichtsrat aufgrund eines Interessenkonfliktes wiederholt nicht im Interesse des Unternehmens und seiner Aktionäre gehandelt hat“, erklärte Octavian-Chef Hurowitz. Entscheidungen seien eher zum Wohle einzelner als zum Wohle des Unternehmens und seiner Aktionäre getroffen worden. Octavian, nach eigenen Angaben mit 8,3 Prozent an Balda beteiligt, habe daher die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung beantragt. Die Aktionärsversammlung solle das Kontrollgremium abwählen und durch ein neues ersetzen. Balda bestätigte den Eingang des Antrages. „Der Vorstand wird nun prüfen und dann Stellung nehmen“, sagte ein Firmen-Sprecher.

Quelle:  Handelsblatt Online
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