BASF: Zwei Tote nach Explosion in Ludwigshafen

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BASF: Zwei Tote nach Explosion in Ludwigshafen

, aktualisiert 17. Oktober 2016, 16:57 Uhr
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Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD, l) und der Werksleiter des BASF-Werkes Ludwigshafen, Uwe Liebelt (r)

Nach der Explosion in Ludwigshafen bestätigt der Chemiekonzern BASF den Tod von zwei Mitarbeitern. Zwei Menschen werden noch vermisst. Die Ursache für die Explosion auf dem Werksgelände ist noch unklar. Der Vorfall könnte für BASF auch wirtschaftliche Folgen haben.

Eine gewaltige Explosion auf dem Gelände des Chemieriesen BASF hat Ludwigshafen erschüttert. Wie das Unternehmen bestätigte, sind dabei zwei Mitarbeiter ums Leben gekommen. Zwei weitere würden zudem noch vermisst, sagte eine Sprecherin am Montagabend.

Es sei ein "trauriger Tag", sagte Werksleiter Uwe Liebelt am Nachmittag auf einer Pressekonferenz. "Unser Mitgefühl gilt den Betroffenen und ihren Familien“, sagte er. Nach Angaben des Ärztlichen Direktors der BASF, Stefan Lang, sind durch die Explosion und die nachfolgenden Brände sechs Menschen schwer und weitere leicht verletzt worden. Weitere Leichtverletzte hätten sich möglicherweise selbst in ärztliche Behandlung begeben. Die Lage sei noch sehr unübersichtlich und ändere sich von Minute zu Minute, sagte er am Nachmittag.

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BASF: Auch ein Lösch-Schiff wurde angefordert.

Zu dem Zwischenfall kam es den Angaben zufolge am Montag gegen 11.20 Uhr im Landeshafen Nord. Die Ursache für die Explosion ist noch unklar. „Wir werden natürlich alles daran setzen, das schnell in Erfahrung zu bringen“, sagte Werksleiter Liebelt. Es gebe auch noch keine näheren Erkenntnisse, welcher chemische Stoff in Brand geraten sei. Nach Angaben der Polizei in Ludwigshafen gibt es keine Hinweise auf einen Terroranschlag.

Auch am Abend dauern die Löscharbeiten noch an. Das Feuer solle nun kontrolliert ausbrennen, teilte das Unternehmen mit. Anwohner müssen weiter mit sichtbaren Rauchwolken rechnen, teilte das Unternehmen mit. Vorliegende Messwerte zeigten in der Luft und am Boden jedoch keine erhörten Werte gefährlicher Stoffe, erklärte das Unternehmen.Im Hafen würden Flüssiggase, aber auch brennbare Flüssigkeiten verladen. Die Menge liegt jährlich bei 2,6 Millionen Tonnen.

Die BASF

  • In 150 Jahren zum weltgrößten Chemiekonzern

    Der Chemiekonzern BASF beschäftigte Ende 2015 weltweit mehr als 112.000 Menschen. Gegründet wurde das Unternehmen 1865 vom Leuchtgasfabrikanten Friedrich Engelhorn mit Partnern. Die Aktiengesellschaft „Badische Anilin- & Soda-Fabrik“ (BASF) sollte aus Steinkohlenteer synthetische Farbstoffe gewinnen. Es folgte der Aufstieg zum weltgrößten Chemiekonzern. Die Bandbreite der BASF reicht heutzutage von Chemikalien, Kunststoffen, Veredlungsprodukten und Pflanzenschutzmitteln bis zu Öl und Gas. Vorstandschef ist seit 2011 Kurt Bock.

Anwohner werden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben, Türen und Fenster geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Kindergärten und Schulen in den Stadtteilen Edigheim und Pfingstweide wurden informiert, dass Kinder und Jugendliche zunächst dort bleiben sollten. Der normale Schulbetrieb ruht zurzeit jedoch in Rheinland-Pfalz wegen der Herbstferien. Der Stadt zufolge klagten in Edigheim mehrere Menschen über Atemwegsbeschwerden.

Nach der Explosion in Ludwigshafen ist die Homepage der Stadt zwischenzeitlich nicht erreichbar gewesen. Dort hatte die Stadt am Montag die Bevölkerung über aktuelle Entwicklungen bei dem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei informiert. Per Twitter veröffentlichte die Stadtverwaltung die Nummer eines Info-Telefons: +49 621 57086000. BASF hat ein Bürgertelefon eingerichtet mit der Nummer 0800/5050500.

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Mehrere Menschen wurden nach dem Vorfall im Landeshafen Nord noch vermisst, wie BASF und die Stadt mitteilten.

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