Baukonzern: Bilfinger Berger in Indien auf Einkaufstour

Baukonzern: Bilfinger Berger in Indien auf Einkaufstour

, aktualisiert 23. November 2011, 16:05 Uhr
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Bilfinger Berger will in Indien expandieren.

Quelle:Handelsblatt Online

Bilfinger Berger geht in Indien auf Einkaufstour. Der Mannheimer Baukonzern hat einen indischen Industriedienstleister übernommen. Das Unternehmen soll zur Basis für weitere Geschäfte in Indien werden.

Mannheim/StuttgartDer Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger will mit einer Übernahme in Indien einen Brückenkopf für den Sprung nach Asien schaffen. Mit dem Kauf des Industriedienstleisters Neo Structo mit rund 1600 Beschäftigten bekomme Bilfinger Berger Zugang zu einem dynamisch wachsenden Markt mit attraktiven Renditen, teilte der Mannheimer Konzern am Mittwoch mit.

Neo Structo erwirtschaftete zuletzt mit Instandhaltungs- und Installationsleistungen in der Prozessindustrie eine Leistung von umgerechnet rund 60 Millionen Euro. Zu den Kunden zählten internationale Großkonzerne, die Bilfinger Berger auch in anderen Ländern betreue sowie die großen indische Unternehmen der Branche. Über den Kaufpreis der bisher in Privatbesitz befindlichen Firma, die über eine hohe Ertragskraft verfüge, sei Stillschweigen vereinbart worden.

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Im Industrieservicegeschäft biete Indien für Bilfinger Berger großes Potenzial, da der Markt für Instandhaltungsdienste noch wenig entwickelt sei. Neo Structo sei „ein wichtiger Baustein“ in der strategischen Planung und solle als Ausgangspunkt für den weiteren Ausbau der Geschäfte in Indien dienen, sagte Vorstandschef Roland Koch.

Bilfinger Berger sieht sich mit einer abgerechneten Leistung von drei Milliarden Euro als größter deutscher Anbieter bei der Wartung und Instandhaltung von Anlagen in der Prozessindustrie, zu der die Chemie-, Petrochemie, Pharmazie-, Lebensmittel-, Papier- und Stahlbranche zählen. Bisher sind die Mannheimer vor allem in Europa und in den USA aktiv, der seit Jahresmitte amtierende Vorstandschef Koch will die Geschäfte jedoch auf eine breitere internationale Basis stellen.

In der Kriegskasse hat Koch nach dem Verkauf des australischen Baugeschäfts mehr als eine Milliarde Euro, die er binnen der nächsten 18 Monaten für Zukäufe ausgeben will. Zu den größten Konkurrenten von Bilfinger zählen in Deutschland die Industriedienstleister Wisag und Voith. ThyssenKrupp verkaufte seine Dienstleistungssparte Xervon im Sommer an die Entsorgungsfirma Remondis.

Quelle:  Handelsblatt Online
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