Baukonzern: Hochtief-Mutter ACS schrumpft

Baukonzern: Hochtief-Mutter ACS schrumpft

Bild vergrößern

Die Hochtief-Mutter ACS schrumpft und baut Schulden ab.

Die spanische Wirtschaftskrise macht der Hochtief -Konzernmutter ACS weiter zu schaffen. Der Baukonzern verbuchte einen Umsatzrückgang von 1,5 Prozent auf 28 Milliarden Euro. Dafür werden auch die Schulden weniger.

Der spanische Baukonzern ACS verbuchte in den ersten neuen Monaten des Jahres einen Umsatzrückgang von 1,5 Prozent auf 28 Milliarden Euro. Allerdings gelang es dem Mehrheitsaktionär des Essener Hochtief-Konzerns, seine Schulden deutlich abzubauen und einen kleinen Gewinn zu erzielen. Wie das Unternehmen mitteilte, kam ACS in den ersten drei Quartalen 2013 auf einen Gewinn von rund 550 Millionen Euro, nach einem Verlust von 1,1 Milliarden Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Großaktionär Brutale Schrumpfkur für Hochtief

Die Hochtief-Aktie lebt, das Unternehmen stirbt, die Belegschaft ist frustriert. Ein Jahr unter Vorstandschef Marcelino Fernández lässt ahnen, was der spanische Großaktionär ACS mit dem Bauriesen wirklich vor hat.

Quelle: dpa

Der Konzern wies darauf hin, dass die hohen Verluste 2012 auf eine Sanierung der Beteiligungen am Energiekonzern Iberdrola und am Infrastrukturunternehmen Abertis zurückgegangen seien.

Anzeige

Fernández' Bilanz nach einem Jahr im Amt

  • Erledigt: Verkauf von Flughafenbeteiligungen

    Der erzielte Preis von 1,1 Milliarden Euro liegt unter den ursprünglichen Erwartungen – aber die langjährige Verkaufsankündigung ist endlich umgesetzt.

  • Erledigt: Aktie

    Als Fernández im November 2012 Vorstandschef wurde, lag der Hochtief-Kurs bei 35 Euro, ein Jahr danach doppelt so hoch bei knapp 70 Euro.

  • Erledigt: Verkauf Service-Sparte

    Bei dem Geschäft wurden 140 Millionen Euro erwartet – die französische Spie-Gruppe zahlt sogar 250 Millionen.

  • Noch offen: Einigung Elbphilharmonie

    Insider schätzen die pauschal übernommenen und nicht abgedeckten Risiken auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag.

  • Noch offen: Führungskultur

    Fernández herrscht autokratisch und hat große Teile des Schlüsselpersonals weggemobbt. Hohe Verunsicherung auf allen Ebenen.

  • Noch offen: Neuorganisation

    Umstrukturierung, Personalabbau und Know-how-Verlust gefährden die Kontinuität erfolgreicher Geschäftseinheiten und erschweren laufende Projekte und Auftragsakquise.

Bei Ausklammerung aller Sonderfaktoren betrage der Nettogewinn von Januar bis September 2013 knapp 450 Millionen Euro, 7,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang sei durch das Schrumpfen der Bauwirtschaft in Spanien und durch höhere Steuern verursacht worden.

Weitere Artikel

Die Nettoschulden betrugen nach Angaben des Konzerns Ende September 5,3 Milliarden Euro, 42,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In der Summe seien auch Schulden von Hochtief enthalten sowie Verbindlichkeiten, die durch den Kauf von Anteilen des Essener Konzerns entstanden seien. ACS konzentriert sich derzeit auf Auslandsmärkte und Dienstleistungen, um nicht so stark von der Flaute auf seinem Heimatmarkt in Mitleidenschaft gezogen zu werden - öffentliche Bauaufträge sind wegen des Sparkurses der Regierung rar geworden. Immerhin gelang es dem Konzern, seinen Schuldenberg innerhalb eines Jahres um mehr als 40 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro im September zu reduzieren.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%