Baustoffkonzern: Schulden bei HeidelbergCement wachsen

Baustoffkonzern: Schulden bei HeidelbergCement wachsen

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Der Baustoffspezialist HeidelbergCement setzt bei der Führung des Konzerns auf Kontinuität.

Der Schuldenberg bei HeidelbergCement ist erstmals seit 2007 wieder gewachsen. Schuld sind Investitionen. Der Konzern setzt trotzdem auf seine Führung und verlängerte die Verträge von Konzernchef Scheifele und Finanzchef Näger um weitere fünf Jahre.

Die Nettofinanzschulden bei Heidelberg Cement erhöhten sich im vergangenen Jahr um rund 500 Millionen Euro auf 7,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch erklärte. Grund für den Anstieg seien neben der Euro-Stärke die Kartellstrafe in Deutschland von 161 Millionen Euro sowie Zukäufe in Australien, Großbritannien und Russland gewesen. Seit die Schulden wegen der Übernahme des britischen Baustoffunternehmens Hanson bis 2007 auf 14,6 Milliarden Euro geschnellt waren, hatten die Kurpfälzer eisern gespart.

Vorstandschef Bernd Scheifele erklärte, der Schuldenabbau bleibe oberste Priorität. Ziel sind weniger als 6,5 Milliarden Euro Nettofinanzschulden. Der Hersteller von Zement, Beton, Sand und Kies will von den Rating-Agenturen wieder besser benotet werden, um die Finanzierungskosten zu senken und für Investoren wie Pensionsfonds attraktiver zu werden. In diesem Jahr will Scheifele den schon länger angekündigten Verkauf des Bauprodukte-Geschäfts in den USA und Großbritannien über die Bühne bringen. Das soll helfen, die Schulden zu senken.

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Scheifele bleibt bis Anfang 2020 an der Spitze des Baustoffkonzerns. Der Aufsichtsrat verlängerte seinen Vertrag und den von Finanzvorstand Lorenz Näger am Mittwoch um weitere fünf Jahre. Der 55-jährige Scheifele leitet den Konzern seit 2005, Näger (53) ist seit 2004 Mitglied des Vorstandes.

Die Euro-Stärke hatte dem stark in den USA und Asien engagierten Konzern im vergangenen Jahr zu schaffen gemacht. Der Umsatz schrumpfte um ein Prozent auf 13,9 Milliarden Euro, das operative Ergebnis verharrte bei 1,6 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss stieg unter anderem dank Veräußerungsgewinnen um 79 Prozent auf 945 Millionen Euro. Der Konzern will die Dividende um 28 Prozent auf 60 Cent je Anteilsschein erhöhen. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten mit einem viel stärkeren Anstieg der Dividende auf rund 90 Cent gerechnet.

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Beim Ausblick auf das laufende Jahr blieb der mit Holcim, Lafarge und Cemex konkurrierende Konzern vorsichtig, denn die Schwäche von Dollar oder Rupie werden voraussichtlich weiter bremsen. Ziel sei es, im laufenden Jahr von der Konjunkturerholung in den USA und Westeuropa stark zu profitieren und Umsatz wie operatives Ergebnis zu steigern.

Der weltweit zweitgrößte Zementproduzent, Holcim aus der Schweiz, erwartet ebenfalls kein nennenswertes Wachstum wegen trüber Aussichten in Lateinamerika und Asien. Weltmarktführer Lafarge rechnet dagegen mit kräftiger Nachfrage in Schwellenländern und sagt ein Absatzplus für Zement weltweit von zwei bis fünf Prozent voraus.

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