Bayer-Chef Marijn Dekkers: "Schuldenabbau hat Priorität"

exklusivBayer-Chef Marijn Dekkers: "Schuldenabbau hat Priorität"

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Der Vorstandsvorsitzende der Bayer AG, Marijn Dekkers.

von Gregor Peter Schmitz, Jürgen Salz und Miriam Meckel

Der Vorstandschef des Pharmakonzerns Bayer, Marijn Dekkers, plant aktuell keine größeren Akquisitionen und konzentriert sich stattdessen auf den Abbau der Schulden.

„Derzeit sehe ich nicht viel Raum für größere Zukäufe. Es geht jetzt erst einmal darum, unsere Schulden abzubauen. Die liegen immerhin bei über 20 Milliarden Euro“, sagte Marijn Dekkers im Interview mit der WirtschaftsWoche. Er verwies darauf, dass Bayer in jüngster Zeit bereits kräftig zugekauft habe: So hatten die Leverkusener 2014 für elf Milliarden Euro die rezeptfreien Medikamente des US-Konzerns Merck & Co übernommen.

Die Weltmarktführerschaft im Geschäft mit rezeptfreien Arzneien (OTC) strebt Dekkers nach eigenen Worten aber nicht unbedingt an: „Es geht nicht unbedingt darum, die Nummer eins zu werden, sondern zu den führenden Unternehmen der Welt zu zählen. Ob als Nummer eins oder Nummer zwei ist dann eher egal.“ Aktuell belegt Bayer im OTC-Geschäft weltweit Rang zwei hinter dem britischen Konzern GlaxoSmithKline.

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Wer bei Bayer für Gewinn sorgt

  • Insgesamt

    Umsatz 2014: 42,2 Mrd. Euro
    Gewinn* 2014: 8,4 Mrd. Euro

    *vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, Ebitda; Quelle: Unternehmen

  • Gesundheit

    Umsatz 2014: 19,834 Mrd. Euro (47 Prozent vom Umsatz insgesamt)
    Gewinn* 2014: 5,124 Mrd. Euro (61 Prozent vom Gewinn insgesamt)

    *vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, Ebitda; Quelle: Unternehmen

  • Chemie und Kunststoffe

    Umsatz 2014: 11,816 Mrd. Euro (28 Prozent vom Umsatz insgesamt)
    Gewinn* 2014: 1,092 Mrd. Euro (13 Prozent vom Gewinn insgesamt)

    *vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, Ebitda; Quelle: Unternehmen

  • Landwirtschaft

    Umsatz 2014: 9,284 Mrd. Euro (22 Prozent vom Umsatz insgesamt)
    Gewinn* 2014: 2,184 Mrd. Euro (26 Prozent vom Gewinn insgesamt)

    *vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, Ebitda; Quelle: Unternehmen

  • Sonstige

    Umsatz 2014: 1,266 Mrd. Euro (3 Prozent vom Umsatz insgesamt)

Zudem zeigte sich Dekkers mit dem organischen Wachstum bei verschreibungspflichtigen Medikamenten sehr zufrieden: „Mit unserem Pharmageschäft sind wir 2014 um etwa elf Prozent organisch, also aus eigener Kraft, gewachsen. Das kann kaum ein anderes Pharmaunternehmen von sich behaupten.“ 

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