Bayer und Monsanto: Ex-Chef Dekkers kritisiert Übernahmepläne

Bayer und Monsanto: Ex-Chef Dekkers kritisiert Übernahmepläne

, aktualisiert 10. Juni 2016, 19:03 Uhr
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Der Ex-Bayer-Chef hatte als Grund für sein Ausscheiden persönliche Gründe genannt: Er wolle mehr Zeit mit seiner Familie in den USA verbringen.

Quelle:Handelsblatt Online

Bayer hat nur weniger Woche nach dem Ausscheiden von Marijn Dekkers die Übernahme von Monsanto angekündigt. Nun meldet sich der Ex-Chef zu Wort. Er lehnt den Deal ab – und musste angeblich deshalb vorzeitig gehen.

Hamburg/LeverkusenDer erst vor gut einem Monat ausgeschiedene Bayer-Chef Marijn Dekkers hatte laut einem Bericht Vorbehalte gegen das Milliarden-Angebot für den US-Saatguthersteller Monsanto. Dekkers habe Bayer-Aufsichtsratschef Werner Wenning vor Risiken des Deals „gewarnt“ und sei auch deshalb vorzeitig ausgeschieden, meldete der „Spiegel“ am Freitag vorab, ohne Quellen zu nennen. Bayer wollte auf Anfrage keinen Kommentar dazu abgeben.

Der neue Bayer-Chef Werner Baumann hatte die umgerechnet rund 55 Milliarden Euro teure Übernahme-Offerte nur wenige Wochen nach seinem Amtsantritt verkündet. Dekkers hatte als Grund für sein Ausscheiden bei Bayer persönliche Gründe genannt: Er wolle mehr Zeit mit seiner Familie in den USA verbringen.

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Der Leverkusener Konzern hatte vor knapp drei Wochen überraschend die Übernahme des Saatgut- und Pflanzenschutzspezialisten aus den USA angekündigt. Großprojekte wie die Monsanto-Übernahme haben in der Regel aber einen monatelangen Vorlauf. Nachdem das Monsanto-Management das Angebot als zu niedrig zurückgewiesen hatte, wird nun über einen möglichen Preisaufschlag spekuliert.

Der Erwerb des Unternehmens gilt aber nicht nur aus finanziellen Gründen als ein Wagnis. Auch wegen des schlechten Rufs von Monsanto stehen die Übernahmepläne von Bayer in der Kritik. Der US-Konzern setzt auf genmanipuliertes Saatgut. Ihm wird auch ruppiges Verhalten im Umgang mit Kunden vorgeworfen. Außerdem vertreibt Monsanto den Unkrautvernichter Glyphosat, der im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Monsanto vermarktet Glyphosat unter dem Namen „Roundup“.

Quelle:  Handelsblatt Online
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