Bayer und Monsanto: Umweltschützer rufen „Stopp!“

Bayer und Monsanto: Umweltschützer rufen „Stopp!“

, aktualisiert 15. September 2016, 04:11 Uhr
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Agrochemie-Konzerne wie Monsanto stehen in der Kritik von Umweltschützern und Sozialorganisationen. Diese tun sich anlässlich der geplanten Megafusion in der Branche auch zusammen.

Quelle:Handelsblatt Online

Mit der Übernahme von Monsanto will Bayer sein Geschäft auf den Agrarmärkten ausbauen. Dagegen laufen nun mehrere Umweltorganisationen Sturm. Sie argumentieren nicht nur mit Gefahren durch Umweltgifte.

BerlinUmweltschützer befürchten von der Monsanto-Übernahme durch Bayer negative Folgen für Natur und Kleinbauern. „Die Übernahme von Monsanto durch Bayer wird die weltweite Abhängigkeit der Landwirte von multinationalen Konzernen verstärken, den Einsatz von gentechnisch verändertem Saatgut und gefährlichen Chemikalien befördern und der Ausbreitung umweltschädlicher Monokulturen Vorschub leisten“, erklärte der WWF am Mittwochabend.

„Verlierer werden die Kleinbauern und die Umwelt sein.“ Wenn Bundesregierung und EU wirklich eine nachhaltige und ressourcenschonende Landwirtschaft wollen, müssten sie diesen Deal stoppen, forderte der WWF. Nun gelte es, kartellrechtliche Fragen intensiv zu prüfen und gegenzusteuern.

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Ähnlich äußerte sich weitere Umweltschützer und Hilfsorganisationen. Der Zusammenschluss von Monsanto und Bayer zur globalen Nummer 1 im Saatgut- und Agrarchemiegeschäft, sei eine „schlechte Nachricht für Bauern und Bäuerinnen weltweit“, hieß es in einer Erklärung von Misereor, Fian Deutschland, dem Inkota-Netzwerk und Brot für die Welt. „Von Privatisierung, Deregulierung und Liberalisierung haben in den letzten Jahrzehnten jedoch nur die großen Akteure des weltweiten Agribusiness profitiert.“

Mit der Fusion rolle nun eine weitere Markt- und Machtkonzentrationswelle. Die Organisationen forderten die Kartellbehörden auf, „die Hochzeit der beiden Giganten zu verhindern“. Die „großen sechs“ - Monsanto, Syngenta, Bayer, DuPont, Dow und BASF - kontrollierten schon heute 75 Prozent des globalen Agrarchemiemarktes und über 60 Prozent des Saatgutmarktes.

Quelle:  Handelsblatt Online
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