Bayer: Zum letzten Mal mit Chemie

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Bayer: Zum letzten Mal mit Chemie

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von Jürgen Salz

In diesem Jahr bilanziert Bayer zum letzten Mal sein Chemiegeschäft. Spätestens Mitte 2016 verabschiedet sich der Konzern von der Sparte. Die großen Umsätze macht Bayer längst woanders.

Seine Erfolge feiert der Chemiekonzern Bayer (Umsatz 2013: 40 Milliarden Euro) längst woanders - bei Gesundheit und Pflanzenschutz. Allein das Geschäft mit Pillen und Salben macht schon etwa die Hälfte des Konzernumsatzes aus – und steht für zwei Drittel des Konzerngewinns. Hingegen erwirtschaftet Bayer mit seinen hochwertigen Chemieprodukten und Kunststoffen zwar noch ein Viertel des Konzernumsatzes, aber gerade mal acht Prozent des Gewinns.

Vor diesem Hintergrund war dann Bayer-Chef Marijn Dekkers nicht mehr bereit, die hohen Investitionen in die Chemie zu finanzieren. Bis spätestens Mitte 2016 will sich der Konzern nun von der Chemie trennen. Das Geschäft soll bevorzugt an die Börse gebracht werden; auch ein möglicher Verkauf wird weiterhin diskutiert.

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An diesem Donnerstag stellt Bayer-Chef Marijn Dekkers die Bayer-Bilanz für 2014 vor – und gibt einen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr. 2015 ist schließlich das letzte Jahr, in dem die Chemiegeschäfte vollständig bilanziert werden.

2014, soviel ist sicher, dürfte auf jeden Fall ein gutes Bayer-Jahr werden; die meisten Analysten erwarten steigende Umsätze und Gewinne. Bayer selbst rechnet mit einer Umsatzsteigerung von 40 auf 42 Milliarden Euro. Den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) will Bayer „im mittleren einstelligen Prozentbereich“ steigern.

Bei Gesundheit und Pflanzenschutz laufen die Geschäfte gut – dank einer Reihe neuer Medikamente gegen Krebs, Schlaganfall oder Augenerkrankungen. Das Pflanzenschutzgeschäft entwickelte sich deutlich besser als etwa beim Konkurrenten BASF.

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Fast nur aufwärts dank Pharma

Für Aufregung sorgen eigentlich nur Personalien: Der Leiter der Gesundheitssparte, Olivier Brandicourt, verlässt Bayer, um zum 1. April Chef des französischen Pharmakonzerns Sanofi zu werden. Dessen Posten übernimmt Bayer-Strategievorstand Werner Baumann, der gute Chancen hat, Ende 2016 Bayer-Chef Marijn Dekkers zu beerben.

Brandicourt hatte es gerade mal anderthalb Jahre auf seinem Posten gehalten, auch die Verweildauer seiner Vorgänger auf diesem Posten war nur kurz. Dem Geschäft scheinen die ständigen Wechsel an der Spitze allerdings nichts auszumachen.

Vor allem dank Pharma ging es für die Bayer-Aktie im vergangenen Jahr fast nur aufwärts. Mittlerweile hat Bayer einen Börsenwert von über 100 Milliarden Euro erreicht – und ist damit wertvollste Unternehmen Deutschlands. Für die Aktionäre hatte Bayer-Chef Dekkers denn auch schon vorab eine gute Nachricht: Die Dividende steigt um 15 Cent auf 2,25 Euro.

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