BHP Billiton: Auch Rohstoff-Riese kämpft mit Ölpreisverfall

BHP Billiton: Auch Rohstoff-Riese kämpft mit Ölpreisverfall

, aktualisiert 20. Januar 2016, 10:45 Uhr
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Der Ölpreisverfall trifft den Konzern hart.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Preisverfall bei Öl und anderen Rohstoffen nimmt BHP Billiton weiter hart mit. Der Bergbaukonzern hat weitere Abschreibungen angekündigt. Mittelfristig glaubt BHP aber an eine Wende an den Märkten.

MelbourneDer britisch-australische Bergbaukonzern BHP Billiton hat mit dem Preisverfall bei Öl und anderen Rohstoffen zu kämpfen. Erst vor einigen Tagen kündigte das Unternehmen bei seinen Schiefergas- und Ölgeschäften in den USA eine Abschreibung von 4,9 Milliarden US-Dollar an, nun sollen noch weitere bis zu 450 Millionen Dollar hinzukommen. Das teilte der Konzern am Mittwoch in Melbourne mit.

Aktionäre müssen sich wohl auf eine Kürzung der Dividende einstellen, die der Konzern lange vermieden hatte. Laut Konzernchef Andrew Mackenzie wird sich BHP nun vor allem darauf konzentrieren, bei den Ratingagenturen nicht den Investmentstatus zu verlieren.

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Trotz der anhaltenden Talfahrt der Ölpreise rechnet der Konzern aber in den nächsten Jahren mit einer Kehrtwende. Ziel von BHP sei es, dann von der Erholung der Preise zu profitieren, kündigte Mackenzie an.

Nach einer Umweltkatastrophe in Brasilien senkte BHP außerdem sein Produktionsziel. Die Eisenerzförderung werde in dem bis Ende Juni laufenden Geschäftsjahr bei 237 Millionen Tonnen und nicht wie bisher angenommen bei 247 Millionen Tonnen liegen. Nach dem Staudamm-Bruch in Brasilien im November steht das Eisenerz-Bergwerk des Betreibers Samarco, das BHP zusammen mit dem brasilianischen Unternehmen Vale gehört, still.

Während BHP in den kommenden Jahren wieder mit steigenden Öl- und auch Kupferpreisen rechnet, erwartet das Unternehmen keine Preiserholung bei Eisenerz und Kohle. Die Märkte litten unter dem Überangebot und der Wirtschaftsabkühlung in China – dem weltgrößten Metallkonsumenten. Die BHP-Aktie fiel an der australischen Börse 3,5 Prozent. Am 23. Februar gibt der Konzern seine Jahresergebnisse bekannt.

Der Preis für US-Öl fiel am Mittwoch um mehr als zwei Prozent unter die Marke von 28 Dollar je Barrel (rund 159 Liter) auf den tiefsten Stand seit September 2003.

Quelle:  Handelsblatt Online
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