BMW-Vertriebschef: „Wir unterschätzen keine Wettbewerber“

BMW-Vertriebschef: „Wir unterschätzen keine Wettbewerber“

, aktualisiert 01. Dezember 2011, 12:49 Uhr
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BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson posiert an einem Mini John Cooper Works Coupe.

von Jan KeuchelQuelle:Handelsblatt Online

BMW muss seine Wagen auf eine CO2-ärmere Zukunft umstellen. Über mögliche Kooperationen, die Beliebtheit von Kleinwagen und den weiteren Bau von Dieselmotoren spricht Vertiebschef Ian Robertson im Handelsblatt-Interview.

TokioHandelsblatt: Herr Robertson, müssen Sie jetzt Japanisch lernen? Sie werden ja eine große Kooperation mit Toyota eingehen.

Ian Robertson: Das ist reine Spekulation. Aber schon vor vier Jahren haben wir gesagt, dass wir Ausschau halten nach Kooperationen mit Konzernen und dass wir Motoren an andere Firmen verkaufen wollen. Das ist eine Strategie, die noch immer besteht.

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Wie sieht die Zukunft des Automarktes Ihrer Meinung nach aus?

Der CO2-Ausstoß geht weiter zurück, und dies hat einen großen Effekt auf alle Konzepte für Mobilität in der Zukunft.

Was heißt das für BMW?

BMW baut eine Reihe von Hybridmotoren, etwa für die Fünfer- und für die Dreier-Serie. Und wir sind schon weit in der Entwicklung des i3 und des i8, eines voll elektrischen Autos und eines Plug-in-Hybrids. In der Zukunft werden Elektroautos aber nur einen kleinen Anteil am Gesamtmarkt haben. In zehn Jahren vielleicht drei, vier oder fünf Prozent - in einem Markt mit etwa 100 Millionen Autos. Dagegen werden etwa 50 Prozent aller Autos eine Art von Hybridantrieb besitzen.

Wollen Sie auch kleinere Autos bauen?

Die große Mehrheit unserer Kunden will umweltfreundliche Autos, aber auch viel Raum in ihrem Wagen. Einige schauen auch auf kleinere Wagen, aber insgesamt besteht noch immer die Notwendigkeit, eine große Bandbreite von Produkten zu haben. Neben Stadtautos braucht man Wagen für Gegenden, in denen die Menschen weite Entfernungen zurücklegen müssen. Deshalb werden wir weiter eine große Bandbreite von Autos sehen, aber mit unterschiedlichen Antrieben.

Gehören Dieselmotoren dazu?

Absolut. Diesel spielt in manchen Ländern eine große Rolle. In Europa fahren 60 bis 70 Prozent aller Autos mit Diesel. In den USA legt der Anteil zu, ebenso in Japan.

Welchen Ihrer Konkurrenten fürchten Sie am meisten?

Wir sind der größte Premiumhersteller der Welt. Aber wir unterschätzen keinen Wettbewerber.

Quelle:  Handelsblatt Online
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