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Boeing: Späte Überraschung bei Dreamliner

von Rüdiger Kiani-Kreß

Endlich hebt der neue Leichtbauflieger Boeing 787 ab. An Bord WirtschaftsWoche-Redakteur Rüdiger Kiani-Kress. Er fordert: Gebt mir mehr Flugzeuge aus Plastik.

Kinder der Angestellten von All Nippon Airways in Uniform Quelle: dapd
Viel Freude beim Start des 787. Quelle: dapd

Dumpfes Trommeln, helles Klacken und laute Rufe: Den Beginn der neuen Ära in der Fliegerei kann keiner im Teil B des alten Terminals des Frankfurter Flughafens überhören. Vier Meister der japanischen Trommelkunst Kodo dröhnen laut durch die Gänge bis in die Vielfliegerlounges, in die Dutyfree-Läden und das Casino. Und zumindest den ersten Reihen vor mir bereiten sie viel Freude. Eine Gruppe Jungen und Mädchen im Grundschulalter in Pilotenuniformen mit den vier Ärmelstreifen strahlen, dahinter lächeln Manager mit europäischen und japanischen Gesichtszügen über ihre Becher mit Reisschnapps oder Frankfurter Apfelwein. Dahinter genießen ein paar Ehrengäste in Freizeitkleidung frisches Sushi und Bretzeln.

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Die Freude ist verständlich. Denn die Feier gilt der wohl wichtigsten Neuerung in der Passagierluftfahrt, seit vor mehr als 50 Jahren die ersten Düsenmaschinen wie die Boeing 707 dank dicker Druckkabinen höher und mit großen Düsentriebwerken schneller denn je flogen - Flüge zu anderen Kontinenten auf halbe Tage verkürzten – und damit praktisch die Globalisierung und den Jetset gleichermaßen möglich machten.

Gesunde Luft und wenig Lärm

Ja, heute ist es endlich soweit. Dreieinhalb Jahre später als geplant startet endlich die Boeing 787 von Frankfurt aus zum weltweiten Linienverkehr.

Die Wundermaschine mit dem Spitznamen Dreamliner ist die erste Maschine, die zu mehr als der Hälfte aus leichten Verbundwerkstoffen besteht. Das soll die ganze Flugbranche verändern - und wenn man Boeing glaubt, sogar eine Revolution auslösen.
Die hohen Erwartungen sind allen anzumerken. Die anwesenden Manager der All Nippon Airways (ANA), die als erste die Maschinen bekommt, freuen sich, dass ihr neuer Flieger künftig mehr als ein Fünftel an Betriebskosten einspart. Die Passagiere genießen die deutlich gesündere Luft an Bord und die Anwohner der Flughäfen, dass die 787 bei Starts und Landungen nur noch ein Drittel des Lärms macht als andere Flieger.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 23.01.2012, 07:42 UhrAnonymer Benutzer: grage

    dem kann ich wirklich nur zustimmen, aber leider ist das kein Einzelfall sondern mittlererweile schon Normalität in allen Zeitungen.

  • 22.01.2012, 18:34 UhrAnonymer Benutzer: IQ145LE

    Es muss wohl am Biorhythmus des Herrn Kiani-Kreß gelegen haben, dass er die unzähligen Rechtschreib- und Grammatikfehler in diesem Artikel nicht bemerkt hat.

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