Bild: dpaVerlierer Franz Koch (33)
Er legt eine Blitzkarriere hin, aber nach erst anderthalb Jahren als Puma-Chef wird er vom französischen Großaktionär PPR ausgewechselt, Ende März 2013 ist Schluss. Zuvor hat sich Kochs großer Förderer endgültig aus der Puma-Welt zurückgezogen, sein Amtsvorgänger Jochen Zeitz.
Bild: dpaGewinner Marissa Mayer (37)
Als das weibliche Gesicht von Google war Marissa Mayer bekannt, doch die Karriere bei dem Suchmaschinen-Riesen stockte. Dann warb Yahoo sie als Chefin ab. Der geschäftliche Erfolg lässt zwar auf sich warten, doch Mayer hat sich ein dickes Gehaltspaket von bis zu 120 Millionen Dollar gesichert.
Bild: REUTERSVerlierer Bob Diamond (61)
Der Libor-Skandal um die britische Großbank Barclays kostet den US-Amerikaner in London den Job. Die von ihm geführte Bank hatte über Jahre gefälschte Zinssätze gemeldet. Diamond, einst einer der mächtigsten Banker der Welt, wurde zu einer Symbolfigur für unsaubere Geschäfte in der Londoner City.
Bild: dpaGewinner Michael Frege (53)
Der Insolvenzverwalter wird voraussichtlich steinreich, weil er die deutsche Lehman-Tochter abwickelt. Wieviel vom möglichen Rekordhonorar von 800 Millionen Euro bei ihm hängenbleibt, steht noch nicht fest. Auch an der Neckermann-Pleite verdient er.
Bild: dapdVerlierer Mark Zuckerberg (28)
Wohl selten hat ein Börsengang eine derartige Aufmerksamkeit erregt wie bei Facebook. Auf die Euphorie folgt der Kurseinbruch. Gründer, Chef und Hauptaktionär Mark Zuckerberg stürzt in der „Forbes“-Rangliste der reichsten Amerikaner von Rang 14 auf 36 ab. Sein Vermögen schmilzt von 17,5 auf 9,4 Milliarden Dollar.
Bild: REUTERSGewinner Peter Terium (49)
Der neue RWE-Chef beendet den Pro-Atom-Kurs seines Vorgängers Jürgen Großmann und krempelt Deutschlands zweitgrößten Energiekonzern um. RWE verdient nach dem Atomausstieg wieder besser - bei Konkurrent E.On läuft es noch nicht so gut. Nur die hohe Verschuldung muss der Niederländer noch angehen.
Bild: dpaVerlierer Karl-Friedrich Stracke (56)
Der Ingenieur und Automanager räumt den Chefposten beim Autobauer Opel. In 15 Monaten an der Spitze der Adam Opel AG hat Stracke sein Ziel klar verfehlt, den defizitären Autobauer zurück in die Gewinnzone zu führen.
Bild: dpaGewinner Axel Heitmann (53)
Vom ersten Tag an ist er Vorstandschef bei Lanxess, nun hat er das Chemieunternehmen in die erste Börsenliga Dax geführt. Erst 2004 vom Bayer-Konzern abgespalten, gehört Lanxess damit zu den wichtigsten 30 Unternehmen in Deutschland.
Bild: dpa/dpawebVerlierer Ulf M. Schneider (47)
Der Konzern-Lenker muss bei Fresenius mit der gescheiterten Übernahme des Konkurrenten Rhön-Klinikum eine erste herbe Schlappe einstecken. Trost bietet die Erfolgsgeschichte zum 100. Jubiläum des Medizinkonzerns aus Bad Homburg.
Bild: dpaGewinner Thomas Rabe (47)
Noch nicht einmal ein Jahr im Amt, landet der Bertelsmann-Chef einen Coup: Der Medienkonzern und das britische Verlagshaus Pearson legen ihre Buchverlage - Random House und Penguin Group - zusammen. Es entsteht der größte Publikumsverlag der Welt.
Verlierer Franz Koch (33)
Er legt eine Blitzkarriere hin, aber nach erst anderthalb Jahren als Puma-Chef wird er vom französischen Großaktionär PPR ausgewechselt, Ende März 2013 ist Schluss. Zuvor hat sich Kochs großer Förderer endgültig aus der Puma-Welt zurückgezogen, sein Amtsvorgänger Jochen Zeitz.
Deutsche Konzerne gewinnen international an Gewicht. Das geht aus einer am Sonntag von der Unternehmensberatung Ernst & Young veröffentlichen Rangliste der 100 an den Börsen höchstbewerteten Konzerne weltweit hervor.
Fünf Unternehmen aus der Bundesrepublik konnten sich dabei unter den Top 100 platzieren, eines mehr als im vergangenen Jahr. Wertvollster deutscher Konzern war auf Platz 57 Volkswagen mit einem Börsenwert von knapp 102 Milliarden Dollar (77 Milliarden Euro).
Neben VW gehörten zum Jahresende auch SAP (Rang 59), Siemens (63), BASF (76) und Bayer (84) zu den 100 wertvollsten Unternehmen der Welt. Eine Platzierung unter den Top 100 knapp verpasst haben der Versicherungskonzern Allianz (Rang 104) und der bayerische Autohersteller BMW (Rang 109).
Die fünf deutschen Unternehmen in den Top 100 steigerten ihren Börsenwert im Vergleich zum Vorjahr um 38 Prozent. Kein anderes Land habe für 2012 eine so hohe Steigerungsrate vorzuweisen, heißt es in der Untersuchung.
Deutsche Exportschlager 2012
10. Platz
Gummi- und Kunststoffwaren
Ausfuhrwert: 32 Mrd Euro
Anteil an gesamten Exporten: 3,5 %
(Alle Daten für Januar bis Ende Oktober 2012)
9. Platz
Nahrungsmittel und Futtermittel
Ausfuhrwert: 38 Mrd Euro
Anteil an gesamten Exporten: 4,1 %
8. Platz
Sonstige Fahrzeuge
(u.a. Schienenfahrzeuge, Hubschrauber, Panzer)
Ausfuhrwert: 42 Mrd Euro
Anteil an gesamten Exporten: 4,5 %
7. Platz
Pharmazeutische Erzeugnisse
Ausfuhrwert: 46 Mrd Euro
Anteil an gesamten Exporten: 5,0 %
6. Platz
Metalle
Ausfuhrwert: 49 Mrd Euro
Anteil an gesamten Exporten: 5,3 %
5. Platz
Elektrische Ausrüstungen
(u.a. Elektromotoren, Transformatoren)
Ausfuhrwert: 55 Mrd Euro
Anteil an gesamten Exporten: 6,0 %
4. Platz
Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisse
(u.a. Mikrofone, Lautsprecher, Kopfhörer)
Ausfuhrwert: 71 Mrd Euro
Anteil an gesamten Exporten: 7,7 %
3. Platz
Chemische Erzeugnisse
Ausfuhrwert: 88 Mrd Euro
Anteil an gesamten Exporten: 9,6 %
2. Platz
Maschinen
Ausfuhrwert: 137 Mrd Euro
Anteil an gesamten Exporten: 14,8 %
1. Platz
Kraftwagen und Kraftwagenteile
Ausfuhrwert: 161 Mrd Euro
Anteil an gesamten Exporten: 17,4 %
(Daten: Statistisches Bundesamt, Quelle: dpa)
Ein Grund für den Wertzuwachs vieler Unternehmen ist die Exportwirtschaft, die Zugpferd der deutschen Konjunktur bleibt. Die Schuldenkrise im Euroraum hat das Wachstumstempo 2012 zwar gedrosselt, aber nicht abgewürgt - dank der größeren Nachfrage aus Übersee. Die wichtigsten Exportschlager „Made in Germany“ bleiben laut Daten des Statistischen Bundesamts Autos und Maschinen.
2011 hatten die deutschen Exporte erstmals in einem Jahr den Wert von einer Billion Euro überschritten. Der Außenhandelsverband BGA erwartet, dass die Ausfuhren 2012 um vier Prozent auf den Rekordwert von 1,1 Billionen Euro steigen. 2011 hatten die Exporte allerdings noch um 11,4 Prozent zugelegt. BGA-Präsident Anton Börner bleibt zuversichtlich. 2013 werde der Welthandel wieder Fahrt aufnehmen. Börner erwartet, dass die deutschen Exporte insgesamt um dreieinhalb bis vier Prozent wachsen. „Wenn es ganz toll läuft, können es auch fünf Prozent sein.“ Damit würden die Ausfuhren auf rund 1,16 Milliarden Euro steigen.























