Bombardier will 2500 Stellen in Deutschland streichen

Bombardier: 2500 Stellen in Deutschland sollen wegfallen

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Mitarbeiter des Zugherstellers Bombardier vor dem Bombardier-Werk in Bautzen (Sachsen).

Der Schienenfahrzeughersteller Bombardier will laut einem Zeitungsbericht deutlich mehr Stellen abbauen als bisher erwartet. Der Konzern will demnach allein in seinen deutschen Werken rund 2500 Stellen streichen.

Der kanadische Bahntechnik-Konzern Bombardier will einem Medienbericht zufolge rund 2500 Stellen in Deutschland streichen. Betroffen seien vor allem die Fabriken in Görlitz mit derzeit 1900 Mitarbeitern, Bautzen mit 1100 Stellen und Hennigsdorf bei Berlin mit 2500 Beschäftigten, berichtet das "Handelsblatt".

Bereits im Frühjahr hatte Bombardier 1400 Stellen in Deutschland gestrichen. Im Sommer waren noch 8700 Menschen für Bombardier Transportation in Deutschland tätig. Überschattet werde der Restrukturierungsplan von einem erneuten Personalwechsel: Germar Wacker, seit einem halben Jahr Deutschlandchef von Bombardier, verlasse das Unternehmen. Sein Nachfolger werde Michael Fohrer, derzeit "President of Locomotives" im Konzern. Das Unternehmen wollte dem Blatt zufolge die Personalien weder bestätigen noch dementieren.

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Bombardier hatte im Frühjahr einen Stellenabbau angekündigt. Damals war von 1430 gefährdeten Arbeitsplätzen in Deutschland die Rede. Ende Oktober erklärte Bombardier dann, man werde im Zuge des Sparkurses weltweit 7500 Stellen streichen. Davon würden 5000 in der Bahntechnik-Sparte wegfallen, die ihren weltweiten Hauptsitz in Berlin und in Deutschland einen Schwerpunkt hat.

Streit um zwei Jahre zu spät gelieferte Züge Bombardier zahlt Bahn zweistelligen Millionenbetrag

Wegen verspätet gelieferter Züge hat Bombardier der Deutschen Bahn einen Millionenausgleich gezahlt. Heute sind zwar 180 Wagen im Einsatz. Die Bahn ist aber aufgrund diverser Mängel unzufrieden mit den Zügen.

Bombardier hat der Deutschen Bahn Züge mit zweijähriger Verspätung geliefert. Quelle: dpa

Die Gewerkschaft IG Metall hatte am Mittwoch massiven Widerstand gegen drastische Stellenstreichungen angekündigt. Laut IG Metall war auf einer Betriebsversammlung in Hennigsdorf mitgeteilt worden, dass die Serienproduktion von Zügen an diesem Standort bis Ende 2018 auslaufen soll. Dort sollen dann nur noch Entwicklung, Konstruktion und womöglich der Bau von Prototypen bleiben.

Unter anderem ist die Firma an der ICE-Entwicklung und -Produktion für die Deutsche Bahn beteiligt. Die Auswirkungen des Sparkurses auf Deutschland blieb aber zunächst unklar. Hintergrund ist eine aus dem Ruder gelaufene Entwicklung eines Regionalflugzeugs.

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