Bombardier: Zug- und Flugzeug-Bauer grenzt Verlust ein

Bombardier: Zug- und Flugzeug-Bauer grenzt Verlust ein

, aktualisiert 11. Mai 2017, 15:01 Uhr
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Der kanadische Konzern befindet sich im Umbau. Profit macht derzeit vor allem die Bahn-Sparte.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Flugzeug- und Zughersteller Bombardier hat im abgelaufenen Quartal weniger Verlust gemacht als im Vorjahr. Jedoch ging auch der Umsatz weiter zurück. Direktoriumschef Pierre Beaudoin gibt seinen Posten auf.

BangaloreDer kanadische Flugzeug- und Zughersteller Bombardier hat zum Jahresauftakt seinen Verlust eingedämmt. Unter dem Strich fuhr das Unternehmen aus Montreal im ersten Quartal ein Minus von 31 Millionen Dollar ein, wie Bombardier am Donnerstag mitteilte. Vor Jahresfrist hatte sich noch ein Fehlbetrag von 138 Millionen Dollar angehäuft.

Der Umsatz des im Umbau befindlichen Konzerns ging dagegen um 8,6 Prozent auf 3,58 Milliarden Dollar zurück. Zu der positiven Verlustentwicklung trug vor allem die Bahn-Sparte mit Sitz in Berlin bei. Die früher als Adtranz bekannte Abteilung steht im Mittelpunkt von Berichten über eine Zusammenarbeit mit dem Münchner Rivalen Siemens.

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Demnach nehmen die beiden Konzerne offenbar einen neuen Anlauf zur milliardenschwere Fusion ihrer beiden Bahn-Geschäfte. Ähnliche Versuche waren zuvor auch am Widerstand der Wettbewerbsbehörden gescheitert. Börsenpläne für Bombardier Transportation hatte der Konzern 2015 zu den Akten gelegt, stattdessen stieg die staatliche Pensionskasse für 1,5 Milliarden Dollar mit 30 Prozent ein.

Insgesamt zwei Pensionskassen unter den Bombardier-Eigentümern sorgten nun dafür, dass Direktoriumschef Pierre Beaudoin seinen Posten aufgibt. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Unternehmens hatte den Zorn der Investoren mit umstrittenen Plänen für Gehaltserhöhungen im Management auf sich gezogen. Beaudoin verzichtet auf eine höhere Vergütung und bleibt als nicht-leitendes Mitglied im Verwaltungsrat, wie Bombardier mitteilte. Andere Manager erklärten sich bereit, die Aufstockung aufzuschieben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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