Bosch: Der neue Star der Sicherheitsbranche

Bosch: Der neue Star der Sicherheitsbranche

von Martin-W. BuchenauQuelle:Handelsblatt Online

Klammheimlich hat sich Bosch einen Spitzenplatz in der Sicherheitstechnik erarbeitet. Die Techniken kommen längst nicht nur in der Gebäudeüberwachung zum Einsatz, sondern auch beim Automobilbau.

Der Technologiekonzern und weltweit größte Automobilzulieferer Bosch beliefert die EM-Stadien mit Überwachungstechnik und hat sich klammheimlich zu einem der größten Anbieter von Sicherheitstechnik gemausert.  „Wir haben wichtige Stadien mit Sicherheitstechnik und Beschallungstechnik ausgestattet“, sagt Gert van Iperen dem Handelsblatt. Der Niederländer leitet die Sparte Sicherheitssysteme. Sie ist mit 1,5 Milliarden Euro Umsatz zwar noch klein. Aber ihre Bedeutung für den 50-Milliarden-Euro-Konzern ist weit größer als die reinen Zahlen zeigen können. Der neue Konzernchef Volkmar Denner, der im Juli sein Amt antritt, wird den Konzern noch stärker als sein Vorgänger auf die Vernetzung von Produkten und Dienstleistungen ausrichten. Die Sicherheitstechnik gehört da zu den Vorreitern, weil etwa bei der Fernüberwachung von Gebäuden bereits heute verschiedene Techniken miteinander kommunizieren.

Bosch-Sicherheitstechnik ist überall

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Elf Unternehmen hat Bosch in den vergangenen zehn Jahren hinzu gekauft, um sich zusätzlich Kompetenz in der Sicherheitstechnik aufzubauen. Gleichzeitig hat sich der Umsatz der Sparte verdreifacht. Organisch wachse die Sparte im Schnitt sechs Prozent pro Jahr, der Markt dagegen nur fünf Prozent, sagt van Iperen. Mit der Rendite zeigt sich der Spartenchef „zufrieden“. Heute gehört Bosch zu den weltweit wichtigsten Anbietern von Sicherheitstechnik neben Honeywell, Siemens, Tyco, UTC und Schneider. „Auf lange Sicht befindet sich Bosch in einer ausgesprochen guten Marktposition“, sagt der auf Sicherheitstechnik spezialisierte Unternehmensberater Mario Fischer.  Der Konzern rüstet unter anderem Flughäfen, Bahnhöfe und Unternehmensgebäude mit Brandmeldern, Videoüberwachung, Zutrittskontrolle, Einbruchmeldetechnik und Lautsprecheranlagen aus.

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Zuletzt hat Bosch  einen Hersteller besonders robuster Kameras gekauft, die schwer zerstörbar sind und denen extreme Umgebungsbedingungen wie Feuchtigkeit, Hitze und Kälte nichts anhaben können. Bildanalyse ist eine Kompetenz, die der Konzern auch in der Autosparte braucht, etwa bei dem Night-Vision-System, das Hindernisse auf der Straße erkennt und im Extremfall eine Notbremsung einleitet. Um die Informationen von Kameras und Sensoren auch verarbeiten zu können, besitzt Bosch eine Telefon- und IT-Infrastruktur mit 22 Standorten weltweit. Mit ihr können Gebäude fernüberwacht werden, weil die Sicherheitssysteme ihre Informationen online senden. Diese Infrastruktur kommt auch der Kooperation von Bosch und Mercedes zugute. Ab Oktober stattet Bosch die E-Klasse-Modelle mit intelligentem Notfallmeldern aus. Bei einem Unfall melden alle Fahrzeugsensoren ihre Daten an eine Bosch-Leitstelle, die automatisch versucht einen Kontakt zum Unfallauto aufzubauen. „Das wird sich wie das Antischleuderprogramm ESP durchsetzen“, ist sich van Iperen sicher. Ähnliche Systeme sind auch für Einbruchmeldung oder in der Medizin bei der Überwachung von Risikopatienten vorstellbar.

Quelle:  Handelsblatt Online
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