BP: BP-Gewinn bricht nach Rekordstrafe wegen Ölpest ein

BP: BP-Gewinn bricht nach Rekordstrafe wegen Ölpest ein

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Altlasten aus der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko vor fünf Jahren haben BP eine Sonderbelastung von rund zehn Milliarden Dollar eingebracht.

Altlasten drücken die Gewinne des britischen Ölkonzerns BP. Grund dafür sind die Entschädigungszahlungen für Schäden bei der Explosion der Ölplattform "Deepwater Horizon".

Altlasten aus der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko vor fünf Jahren haben BP die Bilanz verhagelt. Die kürzlich erzielte Einigung auf eine Schadenersatzzahlung an die USA in Rekordhöhe brockte dem britischen Energiegiganten im zweiten Quartal eine Sonderbelastung von rund zehn Milliarden Dollar ein, wie die Briten mitteilten. Der Nettogewinn brach deswegen überraschend kräftig um fast zwei Drittel auf 1,3 Milliarden Dollar ein. Zudem belastete der Ölpreisverfall das Ergebnis.

Zur Beilegung jahrelanger Rechtsstreitigkeiten hatte BP sich Anfang des Monats zu einer Zahlung von knapp 19 Milliarden Dollar an die US-Regierung und fünf Bundesstaaten verpflichtet. Nun kam noch eine weitere Milliarde für lokale US-Behörden hinzu.

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Damit zahlte BP wegen der Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im April 2010 nun insgesamt 54,6 Milliarden Dollar. Bei dem Unglück kamen elf Arbeiter ums Leben. Die anschließende Ölpest verursachte schwere Schäden in der Natur sowie für Fischerei und Tourismus.

Auch der Einbruch des Ölpreises macht BP weiterhin zu schaffen. Zwar stabilisierte sich dieser zuletzt. Ein Barrel kostete aber mit im Schnitt 60 Dollar immer noch nur fast halb so viel wie vor einem Jahr. Dahinter steckt eine Überproduktion bei zugleich geringerer Nachfrage im Zuge einer schwächelnden Konjunktur in vielen Teilen der Welt. BP kündigte daher an, die Investitionen dieses Jahr weiter herunterzufahren.

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Ein Lichtblick bot dagegen die anhaltende Erholung im Raffinerie-Geschäft. Bei der Herstellung von Benzin und Diesel sowie anderen Produkten aus Rohöl stieg der Gewinn um drei Viertel auf 1,6 Milliarden Dollar. Der Sparkurs mache sich bemerkbar, erklärte BP-Chef Bob Dudley. Hier wurden branchenweit mit der Schließung von Anlagen Überkapazitäten abgebaut.
Auch der norwegische Rivale Statoil profitierte von einem besser laufenden Raffinerie-Geschäft. Der operative Gewinn brach zwar um rund 30 Prozent auf umgerechnet 2,7 Milliarden Dollar ein. Anders als BP übertraf Statoil damit aber die Erwartungen. Im ersten Quartal war der Konzern noch überraschend in die Verlustzone gerutscht.

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