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exklusivBranchenspiegel: Biotechnologie macht Rekordumsatz

17. April 2013
Im Vergleich zu 2011 hat sich die Gesamtzahl der Wirkstoffkandidaten in der klinischen Erprobung von 109 auf nur noch 93 reduziert. Quelle: dpaBild vergrößern
Im Vergleich zu 2011 hat sich die Gesamtzahl der Wirkstoffkandidaten in der klinischen Erprobung von 109 auf nur noch 93 reduziert. Quelle: dpa

Die deutschen Bio-Tech-Unternehmen entwickeln sich prächtig - einziger Wermutstropfen: Die Forschungsaufwendungen.

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Die deutsche Biotechnologie hat 2012 ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Die Branche erzielte einen Rekordumsatz von 2,9 Milliarden Euro - das sind elf Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg die Zahl der Mitarbeiter bei den so genannten dedizierten, also hauptsächlich mit Biotechnologie beschäftigten Unternehmen um sieben Prozent auf über 17.000. Ein paar mehr Firmen zählte das Fachinformationsportal biotechnologie.de ebenfalls - jetzt sind es 565, darunter 20 Neugründungen.

Biotechnologie.de erhebt jährlich seit 2006 im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die Daten der deutschen Biotech-Branche. Der WirtschaftsWoche liegt die Studie exklusiv vor.

Forschungsaufwendungen seit Jahren rückläufig

Bei Medikamentenentwicklung konnten einige deutsche Biotechnologie-Unternehmen Erfolge vermelden, andere mussten im Jahr 2012 Rückschläge hinnehmen. Der Blick auf die Pipeline zeigt: Im Vergleich zu 2011 hat sich die Gesamtzahl der Wirkstoffkandidaten in der klinischen Erprobung von 109 auf nur noch 93 reduziert. Bis heute haben deutsche Biotechnologie-Unternehmen neun Therapeutika zur Zulassung gebracht. Darüber hinaus finden biotechnologische Verfahren immer häufiger bei der Herstellung biobasierter Kunststoffe, Kosmetika, Nahrungsmittel oder erneuerbaren Energien ihre industrielle Anwendung.

Insgesamt sind die Forschungs- und Entwicklungsausgaben allerdings erneut leicht gesunken. Mit 934 Millionen Euro liegen sie nun deutlich unter der Milliardengrenze und sind seit 2008 rückläufig (1,06 Milliarden Euro).

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Ein zwiespältiges Bild zeichnet sich im Bereich der Finanzierung. Die öffentliche Förderung liegt mit 47 Millionen Euro weiter auf konstantem Niveau (2011: 45 Mio. Euro). Zudem verdoppelte sich das Volumen des eingeworbenen Kapitals auf rund 300 Millionen Euro (2011: 142). Davon profitierten jedoch nur wenige Unternehmen, die hohe Summen erhielten. Den Biotech-Investoren allerdings gelang es im vergangenen Jahr, mehr als 1 Milliarden Euro durch den Verkauf von Unternehmen zu erlösen. So viel wie noch nie.

„Die spektakulären Übernahmen von Corimmun, Micromet und Cellzome haben den Finanzierern 2012 eine gute Rendite beschert. Vor diesem Hintergrund ist zu hoffen, dass Biotech-Firmen nachhaltig auf dem Radar von Investoren bleiben. Angesichts der hohen Zahl an Neugründungen ist der Nachschub jedenfalls gesichert“, kommentierte Dr. Boris Mannhardt, Leiter der Studie bei biotechnologie.de.

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