Büchele: Ein Chemieexperte wird Chef von Linde

Büchele: Ein Chemieexperte wird Chef von Linde

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Der scheidende Linde-Vorstandsvorsitzende Wolfgang Reitzle.

von Andreas Wildhagen

Der frühere BASF-Topmanager Wolfgang Büchele wird Nachfolger von Wolfgang Reitzle auf dem Chefsessel. Was wird nun aus Reitzle?

Wolfgang heißen sie beide mit Vornamen, und dabei bleibt es auch zunächst bei den Gemeinsamkeiten.  Der 54-jährige Wolfgang Büchele folgt im Frühjahr 2014 auf Wolfgang Reitzle. Der Vorstandsvorsitzende von Münchner Industriegaseherstellers Linde ist dann 65 Jahre und scheidet nach zwanzig Jahren im Driver-Seat bei Linde turnusgemäß aus. Bisher schauten selbst Insider vor allem zu Siemens, wo sich einige Manager aus der zweiten Reihe für den Linde-Chefposten stark machten. Nun wird es der 54-jährige Büchele, der auf den ersten Blick ein Unbekannter ist, auf den zweiten Blick aber ein durchaus naheliegender Kandidat.

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Bücheles Arbeitsort ist nicht mehr BASF in Ludwigshafen, sondern als Chef des finnischen Chemieunternehmens Kemira kennt Büchele den deutschen Markt wie kein Zweiter. Seitdem er Kemira leitet, war Büchele fast jeden Monat einmal im „Innovationspark Leverkusen“, wo Kemeria seine Deutschland-Zentrale unterhält. In Leverkusen hat auch ein anderer Mächtiger seinen Sitz. Im alten Jugendstil-Verwaltunsgebäude von Bayer in Leverkusen residiert auch Manfred Schneider, der frühere Bayer-Chef, der auch Aufsichtsratschef von Linde ist und bei der Ausschau nach einem geeigneten Kandidaten in der Nachfolge von Reitzle nicht weit laufen musste.

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Der Chemiker Büchele war zwei Jahre Chef der Spezialchemiesparte von BASF, bevor er zu Kemira kam. Büchele kennt sich mit Restrukturierungsprozessen bestens aus, er ist damit der ideale Nachfolger von Reitzle, der seit 2003 dabei war aus dem verstaubten Mischkonzern Linde einen fokussierten Industriegasespezialisten zu machen, der weltweit die Nummer zwei ist nach der französischen Air Liquide.

Nun gibt es bei Linde eine Spekulation weniger. Was bleibt ist die im Raum hängende Frage, was nun aus dem hyperaktiven Reitzle wird. Brancheninsider vermuten, dass er schon im Januar 2014 Gerhard Cromme auf dem Aufsichtsrats-Chefsessel bei Siemens folgt. Cromme ist auch bei Siemens wegen seiner unglücklichen Haltung bei Fehlinvestitionen von ThyssenKrupp in die Kritik geraten, während Reitzle als Aufsichtsratschef von Continental in den vergangenen Jahren punkten konnte.

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