Bundeswirtschaftsministerium: Deutsche Industrie ergattert mehr Aufträge

Bundeswirtschaftsministerium: Deutsche Industrie ergattert mehr Aufträge

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Deutsche Industrie ergattert mehr Aufträge.

Die Nachfrage aus dem Ausland hat der deutschen Industrie im März ein überraschend starkes Auftragsplus beschert. Die Aufträge aus dem Inland sanken allerdings.

Die deutsche Industrie hat im März dank der starken Nachfrage aus dem Ausland überraschend viele Aufträge an Land gezogen. Die Bestellungen stiegen um 1,9 Prozent zum Vormonat, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Montag mitteilte. Das ist der kräftigste Zuwachs seit einem dreiviertel Jahr.

Volkswirte hatten nur mit einem Plus von 0,7 Prozent gerechnet, nachdem es im Februar noch einen Rückgang um 0,8 Prozent gegeben hatte. "Trotz des eingetrübten außenwirtschaftlichen Umfelds konnte die deutsche Industrie einen spürbaren Anstieg der Aufträge aus dem Ausland verbuchen", erklärte das Ministerium.

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Diese nahmen um insgesamt 4,3 Prozent zu. Während die Nachfrage aus der Euro-Zone dabei um 1,1 Prozent wuchs, stieg die aus dem Rest der Welt um 6,2 Prozent. "Vor allem die Bestellungen aus Übersee legen kräftig zu", sagte der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel, vor allem mit Blick auf die beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China.

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Die Inlandsaufträge schrumpften dagegen um 1,2 Prozent. "Enttäuschend entwickeln sich einmal mehr die Investitionsaufträge hierzulande", sagte Dirk Schlotböller vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). "Der Trend weist nach wie vor abwärts." Der Anteil der Großaufträge war diesmal insgesamt leicht überdurchschnittlich.

Das Ministerium erwartet in den kommenden Monaten eine anhaltend rege Nachfrage nach Produkten "Made in Germany": "Die Geschäftserwartungen im Verarbeitenden Gewerbe haben sich zuletzt weiter aufgehellt, so dass dort mit einer Fortsetzung des moderaten Aufschwungs zu rechnen ist". Analysten rechnen aber nicht mit großen Sprüngen nach oben. "Die Rahmenbedingungen für die Konjunktur haben sich zuletzt eher verschlechtert", sagte Commerzbank-Experte Ralph Solveen. Der gestiegene Euro-Kurs, der deutsche Waren in Übersee verteuert, und die schwächelnde Weltwirtschaft würden gegen ein nachhaltig stärkeres Wachstum sprechen.

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