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Chemie: BASF macht Rekordgewinn

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BASF orientiert sich nicht nur nach Asien, auch in sein Stammwerk in Ludwigshafen fließen die Gelder - bis 2015 sind Ausgaben von neun bis zehn Milliarden Euro geplant

von Jürgen Salz

Der weltgrößte Chemiekonzern hat 2011so viel Gewinn gemacht wie nie zuvor. BASF-Chef Kurt Bock mischt den Chemiekonzern  auf und zieht Geschäfte aus Deutschland ab.

Zunächst war vom neuen BASF-Chef Kurt Bock wenig zu hören. Im Frühjahr vergangenen Jahres hatte der promovierte Betriebswirt und frühere BASF-Finanzvorstand das höchste Amt beim Ludwigshafener Chemiekonzern von seinem Vorgänger Jürgen Hambrecht übernommen – dann wurde es erst mal still um ihn. Bock ging  auf Reisen, besuchte BASF-Standorte in aller Welt, sprach vor Ort  mit Führungskräften und Mitarbeitern. Der Mittfünfziger hatte zuvor – als zuständiger Vorstand für  Nordamerika – vor allem von den USA aus gearbeitet und wollte sich nun einen persönlichen Eindruck davon verschaffen, wie das Geschäft in den anderen Regionen der BASF läuft.

An Versprechen messen lassen

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Nachdem er sich Zeit für die Analyse genommen hatte, legte Bock im Herbst los. Seither kauft und verkauft er, verlagert Geschäfte von Deutschland in die USA und nach Asien. Er stößt Standardprodukte wie etwa Düngemittel ab und investiert in neue Geschäfte – wie etwa Batterien für  Elektroautos.  Seinen Aktionären hat er signifikante Steigerungen bei Umsatz und Gewinn versprochen. 2010 lag der Umsatz bei 63,8 Milliarden Euro, der Gewinn (vor Zinsen, Steuern und  Abschreibungen) bei elf  Milliarden. An seinem Versprechen muss Bock sich nun  messen lassen: Am Freitag präsentierte er die BASF-Zahlen für 2011. Doch der Vorstandsvorsitzende denkt schon weiter nach vorn. Bis 2020 will er den Umsatz auf 115 Milliarden Euro und den Gewinn auf 23 Milliarden Euro steigern.

Verhaltener Optimismus

Da ist er auf einem guten Weg. BASF hat im vergangenen Jahr so viel Gewinn gemacht wie nie zuvor. Der Konzernüberschuss legte 2011 um mehr als ein Drittel auf 6,2 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Freitag in Ludwigshafen mitteilte. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um gut 15 Prozent auf den neuen Bestwert von 73,5 Milliarden Euro. Allerdings entwickelte sich der Gewinn im vierten Quartal 2011 rückläufig. Auch die BASF bekommt konjunkturelle Probleme zu spüren, Kunden disponieren vorsichtiger, reduzieren Vorräte und verzögern Bestellungen. Konzern Kurt Bock erwartet dennoch dass die BASF im Laufenden Jahr bei Umsatz und Gewinn zulegen wird. Bock davon aus, dass die Weltwirtschaft um 2,7 Prozent wächst und die weltweite Chemieproduktion um 4,1 Prozent zulegt. Der BASF-Chef setzt auf das Wachstum in Schwellenländern. Die konjunkturelle Unsicherheit aufgrund der Staatsschuldenkrise werde jedoch das Wachstum belasten.

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