Chemie: Bayer feiert Rekordjahr

Quelle:Reuters, dpa

Der Bayer-Konzern hat trotz eines schwächelnden Chemiegeschäfts das Jahr 2011 mit einem der besten Ergebnisse der Firmengeschichte abgeschlossen.

Der Leverkusener Konzern steigerte den Umsatz im vergangenen Jahr um 4,1 Prozent auf 36,5 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) stieg um 52 Prozent auf 4,15 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis erhöhte sich sogar um 90 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Bei den hochwertigen Materialien machten dagegen höhere Rohstoffkosten dem Chemie- und Pharmariesen zu schaffen. Vorstandschef Marijn Dekkers sprach dennoch von einem „sehr erfolgreichen“ Jahr. Er betonte, Bayer habe gute Fortschritte bei Innovationen sowie beim Ausbau seiner Aktivitäten in Wachstumsländern gemacht.

Mehr Investitionen in Health Care

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Bayer erntet momentan im Pharmageschäft die Früchte seiner Entwicklungsarbeit: Vier Medikamenten traut der Konzern mittlerweile Umsätze in Milliardenhöhe zu. Besonders im Blick ist dabei das Thrombosemittel Xarelto, dass inzwischen in vielen Ländern auf dem Markt ist und zuletzt auch in den USA und in Europa zur Schlaganfallprävention zugelassen wurde, einem besonders lukrativen Therapiefeld. Außerdem kann Bayer sich Hoffnungen machen, Xarelto in den USA schneller als angenommen auch zur Behandlung der Herzerkrankung ACS auf den Markt zu bringen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA wolle das Mittel vorrangig prüfen, teilte Bayers US-Partner Johnson & Johnson am Montag mit. Statt nach der üblichen Dauer von zehn bis zwölf Monaten dürfte ein Ergebnis bereits nach sechs Monaten und damit Ende Juni vorliegen.
„Für HealthCare hat 2012 die erfolgreiche Vermarktung der neuen Pharma-Produkte absolute Priorität“, erklärte Bayer. Das Unternehmen will deshalb 2012 in die Vermarktung seiner neuen Produkte kräftig investieren. Ab 2013 sollen die neuen Arzneien Bayer dann zusätzlichen Schub geben.

Mäßige Erwartungen für 2012

Der teure Marktstart der neuen Medikamente und das stagnierende Kunststoffgeschäft verhindern allerdings die großen Sprünge im laufenden Jahr. Dennoch gab sich Konzernchef Dekkers zuversichtlich. „Wir sind ordentlich ins Geschäftsjahr 2012 gestartet,“ erklärte er. Den Konzernumsatz will Bayer dieses Jahr um drei Prozent ausweiten - bereinigt um Währungseffekte sowie um Firmenkäufe und -verkäufe. Zum Jahresende sollen rund 37 Milliarden Euro Erlös in den Büchern stehen. Den um Sondereinflüsse bereinigten operativen Gewinn (Ebitda) will Bayer leicht steigern.

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Dabei setzt das Traditionsunternehmen auf seine Sparte Gesundheit, zu der auch das Pharmageschäft gehört, und auf das Pflanzenschutzgeschäft. Für das Kunststoffsegment wird dagegen ein stagnierendes Ergebnis erwartet. Den Aktionären hatte Dekkers bereits für 2011 eine auf 1,65 Euro von 1,50 Euro je Aktie erhöhte Dividende in Aussicht gestellt. Bei Anlegern kamen Geschäftsausblick und Zahlen nicht gut an. Die Aktie lag vorbörslich 0,8 Prozent im Minus.


Quelle:  Reutersdpa
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