Chemie : Bayer klotzt im Pflanzenschutz

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Chemie : Bayer klotzt im Pflanzenschutz

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Die Chemiekonzerne leiden unter der Flaute.

von Jürgen Salz

Die Chemiekonzerne leiden unter der Flaute. Nur das Geschäft mit Unkraut- und Insektenvernichtungsmitteln boomt. Von genveränderten Pflanzen in Deutschland und  Europa lassen die meisten Unternehmen inzwischen die Finger.

2,4 Milliarden Euro will der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern Bayer zwischen 2013 und 2016 in seine Pflanzenschutz-Sparte "Bayer Crop Science"  investieren. Das  gab Spartenleiter Liam Condon heute in Monheim bei Düsseldorf bekannt. 2012 erwirtschaftete Bayer mit Pflanzenschutzmitteln einen Umsatz von 8,4 Milliarden Euro.

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Wie bei anderen Herstellern läuft das Agrochemie-Geschäft für Bayer derzeit rund. Um fünf Prozent legte der Geschäftszweig im ersten Halbjahr gegenüber Vorjahr zu. Konkurrent BASF verzeichnete sogar ein Plus von 17 Prozent - und konnte damit das eher schwache, klassische Chemiegeschäft etwas überstrahlen. Da die Landwirte gute Preise erzielen können, investieren sie weltweit verstärkt in Pflanzenschutzmittel. "Die Nachfrage nach unseren Produkten nimmt so stark zu, dass wir unsere Kapazitäten deutlich verstärken werden", sagte Condon. Allein 380 Millionen Euro will das  Unternehmen in den Bau einer neuen Anlage für den Unkrautvernichter Liberty im US-Bundesstaat Alabama investieren.

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Solche Investitionen gehen zunehmend an Deutschland vorbei: Denn Liberty basiert auf genverändertem Saatgut. Und vom Geschäft mit genmodifizierten Pflanzen lassen die Konzerne in Deutschland und Europa die Finger - zu groß erscheint ihnen der Widerstand gegen ihre Projekte. Anfang 2012 zog sich die BASF aus entsprechenden Forschungen in Deutschland zurück, nachdem etwa zuvor  Gegner Teile eines Versuchsfeldes in Sachsen-Anhalt zerstört hatten. Nun betreibt die BASF das Geschäft mit genmodifizierten Pflanzen vor allem von North Carolina aus.

Im dortigen Research Triangle Park investiert das Unternehmen 33 Millionen Dollar. Im Gegensatz zu BASF hat Bayer beim Geschäft mit den Gen-Pflanzen schon immer einen Bogen um Deutschland gemacht. Vor wenigen Wochen kündigte zudem der US-Agrarkonzern Monsanto an, alle Zulassungsanträge für Genpflanzen in Europa zurückzuziehen. "Die Europäische Union baut praktisch keine Pflanzen mit genveränderten Organismen an. Das Unternehmen hat daraus Konsequenzen gezogen", klagte ein Sprecher.

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