Chemie: Evonik kämpft mit Preisverfall

AnalyseChemie: Evonik kämpft mit Preisverfall

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Evonik-Gebäude in Essen

von Jürgen Salz

Der Umsatz stagniert nahezu, der Gewinn sinkt. Der Essener Chemiekonzern Evonik legt eine durchwachsene Quartalsbilanz vor.

Für Klaus Engel war es ein schöner Termin: Ende Juni verkündete der Evonik-Chef, dass sich sein Unternehmen mit neun Prozent an Borussia Dortmund beteiligt. Der Sponsoring-Vertrag wurde gleich bis ins Jahr 2025 verlängert. Seit 2006 sind Evonik und Borussia ein Team. Der erfolgreiche Fußball-Bundesligist hat viel zur Bekanntheit des Chemiekonzern beigetragen. „Die Erfolgsgeschichte geht weiter“, postulierten Engel und BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Für das Unternehmen Evonik – mit einem Jahresumsatz (2013) von 12,7 Milliarden Euro immerhin Deutschlands zweitgrößter Chemiekonzern nach der BASF -  gilt das allerdings nur bedingt. Die Zahlen der Quartalsbilanz fallen eher durchwachsen aus. Zwischen April und Juni stieg der Umsatz nur noch minimal um ein Prozent, der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank um sieben Prozent.

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Der Hauptgrund: Vor allem im Geschäft mit wichtigen Kunststoffen und Zwischenprodukten für die Gummi- und Kunststoffindustrie kommen die Preise nicht vom Fleck. Gerade dort haben sich in den vergangenen Jahren große Überkapazitäten aufgebaut. Die Preisentwicklung im betreffenden Segment „Speciality Materials“ bleibe „hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück“, heißt es dementsprechend bei Evonik.

Das hat auch Konsequenzen für die Gewinnprognose: Falls die Preisentwicklung dürfte die Gewinnprognose für 2014 (1,8 bis 2,1 Milliarden Euro) eher am unteren Ende aufschlagen. An der Börse kam der verhaltene Ausblick nicht gut an: Im Laufe des Vormittags fiel die Aktie um 1,5 Prozent.

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