Chemiekonzern: BASF schwächelt weniger als erwartet

Chemiekonzern: BASF schwächelt weniger als erwartet

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF ist mit einem Umsatzplus und einem Gewinnrückgang in das Jubiläumsjahr 2015 gestartet. Vor allem höhere Steuern, Rückstellungen und Einbußen bei Öl und Gas drückten das Ergebnis.

Der starke Dollar hat dem Chemiekonzern BASF zu Jahresbeginn auf die Sprünge geholfen. Das operative Ergebnis (Ebit) vor Sondereinflüssen fiel im ersten Quartal zwar um zwei Prozent auf 2,1 Milliarden Euro, wie BASF am Donnerstag vor der Hauptversammlung in Mannheim mitteilte. Analysten hatten jedoch einen deutlich stärkeren Ergebnisrückgang auf 1,997 Milliarden Euro prognostiziert. "Unser Chemie- und Pflanzenschutzgeschäft haben sich sehr erfolgreich entwickelt; das Ergebnis stieg in diesen Segmenten kräftigt an", sagte Vorstandschef Kurt Bock. Die Ziele für 2015 bekräftigte er.

Die Geschichte von BASF

  • 1865

    Friedrich Engelhorn gründet die Badische Anilin- & Soda-Fabrik, Kapital: 1400 Aktien zu je 1000 Gulden. 1886 notiert die Aktie in Frankfurt bei 2380,25.

  • 1925

    BASF fusioniert mit Hoechst, Bayer und anderen zur Interessengemeinschaft Farbenindustrie AG (IG Farben).

  • 1945-52

    Wegen der Kriegsverbrechen der Nazis wird IG Farben zwangsverwaltet, die Aktie gibt es nur schwarz für 200 DM.

  • 1952

    IG Farben kommt zu 122 DM an die Börse , fällt auf 97. Die BASF-Aktie entsteht neu, als die IG Farben entflochten wird, und schließt Ende 1953 bei 125 DM.

  • 1976

    BASF notiert, bereinigt und umgerechnet, sodass sie mit dem heutigen Kurs vergleichbar ist, bei 3,90 Euro. Bis Ende 1999 steigt der Kurs auf 26 Euro.

  • 2008

    Im Krisenjahr fällt die BASF-Aktie von 50 auf unter 20 Euro. Im Juni 2014 notiert sie ihr Allzeithoch bei 87 Euro.

Für das Gesamtjahr rechnet der gemessen am Umsatz weltgrößte Chemiekonzern unverändert mit einem leichten Umsatzplus und einem stagnierenden bereinigten Betriebsgewinn. Die großen Chemiekonzerne Dow Chemical und DuPont hatten bei ihren Quartalszahlen ein gemischtes Bild geliefert. Während der Gewinn von DuPont einbrach und der Konzern nun auch beim Ausblick vorsichtiger ist, steigerte Dow seinen Gewinn überraschend deutlich. Beide Unternehmen mussten angesichts des starken Dollar Umsatzeinbußen hinnehmen.

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BASF profitierte dagegen vom Anstieg der US-Währung, er erhöht die Exportchancen des Unternehmens. Der Ludwigshafener Chemiekonzern, der kürzlich sein 150-jähriges Firmenjubiläum feierte, macht rund 40 Prozent seines Umsatzes außerhalb Europas. Im ersten Quartal kletterten die Erlöse um drei Prozent auf 20,1 Milliarden Euro. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet. Deutliche Ergebniszuwächse verbuchte BASF vor allem in der Sparte Functional Materials & Solutions, in der unter anderem das Geschäft mit der Automobilindustrie rund lief. Dagegen sank das Ergebnis im Öl- und Gasgeschäft.

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