Chemiekonzern: Evonik schraubt Umsatz und Gewinn hoch

Chemiekonzern: Evonik schraubt Umsatz und Gewinn hoch

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Der Vorstandsvorsitzende von Evonik, Klaus Engel, sieht den Spezialchemiekonzern auf Erfolgskurs

Der Spezialchemiekonzern Evonik hat durch florierende Geschäfte sowie Preiserhöhungen bei Produkten rund um Tiernahrung ordentlich zugelegt. "Evonik bleibt auf einem erfolgreichen Weg", betonte Konzernchef Klaus Engel.

Evonik hat Umsatz und Gewinn im dritten Quartal deutlich gesteiger, alle drei Sparten hätten bei ihren Ergebnissen zugelegt, so Konzernchef Engel. Die Erlöse seien um vier Prozent auf 3,365 Milliarden Euro geklettert, teilte Evonik am Mittwoch in Essen mit. Dabei erzielte der Konzern ein organisches Wachstum von rund einem Prozent, darüber hinaus halfen Währungseffekte. Evonik profitierte unter anderem von der Abwertung des Euro zum US-Dollar. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebitda) legte um 31 Prozent auf 653 Millionen Euro zu. Der Konzerngewinn nach Minderheiten schnellte auf 188 (Vorjahr: 111) Millionen Euro in die Höhe. Beim bereinigten Ebitda blieb Evonik damit über den Erwartungen des Marktes, beim Umsatz verfehlte der Konzern diese: Analysten hatten einen Umsatz von 3,47 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 636 Millionen Euro prognostiziert.

Vor allem in der Sparte Nutrition & Care konnte Evonik zulegen. Der Umsatz des Bereichs, der Futtermittelzusatzstoffe für Tiernahrung produziert, sprang um 22 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro, der bereinigte operative Gewinn kletterte auf 382 (206) Millionen Euro. Evonik habe höhere Preise für die Produkte, die etwa in Hühnerfutter zum Einsatz kommen, durchsetzen können. Evonik will auch auf dem asiatischen Markt weiter wachsen: In Singapur soll eine weitere Produktionsanlage mit einer Kapazität von 150.000 Tonnen pro Jahr entstehen.

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Die im Sommer erhöhte Jahresprognose bekräftigte der Konzern. Evonik erwartet 2015 weiter einen Umsatz von etwa 13,5 (Vorjahr: 12,9) Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Ebitda von etwa 2,4 (1,9) Milliarden Euro. Mehrheitseigner des Chemiekonzerns ist mit einem Anteil von 67,9 Prozent die Essener Kohlestiftung RAG. Der zweitgrößte Aktionär CVC hatte sich im Juli von rund 3,2 Prozent der Anteile getrennt, der Finanzinvestor hielt damit zum Ende des dritten Quartals noch rund 6,1 Prozent der Anteile. Rund 26 Prozent der Evonik-Anteile befinden sich damit nun im Streubesitz.

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