Chemiekonzern: Lanxess kehrt Bayer den Rücken

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Chemiekonzern: Lanxess kehrt Bayer den Rücken

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Der Leverkusener Chemiekonzern trennt sich nun endgültig von der Ex-Konzernmutter Bayer. Die Lanxess-Verwaltung zieht mit 1.000 Mitarbeitern vom Bayer-Stammsitz Leverkusen nach Köln.

von Jürgen Salz

Der Leverkusener Chemiekonzern nabelt sich endgültig von der Ex-Konzernmutter Bayer ab - und zieht nach Köln. Ansonsten bietet das Jahr bislang wenig Erfreuliches.

Vor etwa acht Jahren hatte  Bayer den Großteil seiner Chemiegeschäfte verstoßen - und in einem neuen Unternehmen namens Lanxess in die Eigenständigkeit entlassen. Seither ist die Truppe um Lanxess-Chef Axel Heitmann darauf bedacht, nahezu alles anders zu machen als die einstige Konzernmutter. Als Unternehmensfarben wählte sie Rot und Schwarz aus, während Bayer Blau und Grün bevorzugt. Lanxess sponsert Kulturveranstaltungen wie das Kölner Literaturfestival "lit.cologne", während Bayer den Sport und vor allem den heimischen Fußball-Bundesligisten fördert. Nun steht der letzte Akt der Abnabelung an: Die Lanxess-Verwaltung zieht mit 1.000 Mitarbeitern vom Bayer-Stammsitz Leverkusen nach Köln, ans Deutzer Rheinufer in das ehemalige Lufthansa-Hochhaus. Einweihungstermin ist der 3. September. Die Mitarbeiter können künftig die Aussicht auf Rhein und die Kölner Altstadt genießen.

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Ansonsten bringt das Jahr 2013 für das Unternehmen, das seit September des vergangenen Jahres im Dax notiert ist, bislang wenig Erfreuliches. Im ersten Quartal dieses Jahres wird sich der operative  Gewinn gegenüber dem Vorjahr praktisch halbieren, teilte Lanxess-Chef Axel Heitmann heute anlässlich der Bilanzvorlage mit.  Der Rekordwert des Jahres 2012 - 1,2 Milliarden Euro - dürfte kaum noch erreicht werden. Das Problem: Lanxess ist mit seinen Kautschuk- und Kunststoffprodukten stark vom Automobilgeschäft abhängig. Doch die Bestellungen aus der Fahrzeugindustrie  lassen bereits seit einigen Monaten nach. Süffisant ließ kürzlich ein Top-Manager der Konkurrenz durchblicken,  dass sich Lanxess zu sehr auf eine Branche konzentriere. An der Börse verlor die Aktie kurz nach dem Start um mehr als sechs Prozent.

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Im Geschäftsjahr 2012 steigerte der Noch-Leverkusener Konzern seinen Umsatz um vier Prozent auf neun Milliarden Euro. Der operative Gewinn vor Sondereinflüssen legte um sieben Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zu. Die Ausschüttung an die Aktionäre soll trotz der Nachfrageschwäche steigen: Die Anteilseiger dürfen mit einer Dividende von einem Euro pro Aktie rechnen. Das wäre eine Steigerung um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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