Chemiekonzern: Öl und Gas bescheren BASF Gewinne

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Chemiekonzern: Öl und Gas bescheren BASF Gewinne

, aktualisiert 25. Februar 2014, 09:03 Uhr
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Bohrinsel Mittelplate: Die BASF ist über ihre Tochter Wintershall der größte deutsche Öl- und Gasförderer

von Jürgen Salz

Der Chemiekonzern BASF hat im vierten Quartal deutlich mehr verdient als im Jahr zuvor. Ein Großteil des Gewinns stammt freilich nicht aus dem klassischen Chemiegeschäft, sondern aus der Öl- und Gassparte. Dort ist in den nächsten Wochen auch ein größerer Zukauf denkbar.

Die BASF ist nicht bloß ein Chemiekonzern, sondern – über die Tochtergesellschaft Wintershall -  auch der größte deutsche Öl- und Gasförderer. Erfolgreich sucht der Ludwigshafener Konzern etwa in Libyen, Russland oder Südamerika nach den klassischen Energiequellen; in den vergangenen Monaten profitierte die BASF von den tendenziell eher steigenden Ölpreisen. Und während das klassische Chemiegeschäft erst wieder in Schwung kommen muss, geht es in der Öl- und Gasdivision der BASF schon länger bergauf. Zwar erwirtschaftete BASF in den ersten neun Monaten 2013 nur etwa zwanzig Prozent des Umsatzes mit Öl und Gas, dafür trugen die beiden Energieträger jedoch fast 30 Prozent zum Betriebsergebnis bei.  

Das vierte Quartal schloss BASF dank seiner jüngsten Zukäufe und höhen Absätze deutlich besser als im Jahr zuvor. Für Gegenwind sorgte hingegen erneut der starke Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten (Ebit) sei um 18,1 Prozent auf knapp 1,5 Milliarden Euro gestiegen, teilte die im Dax notierte Gesellschaft am Dienstag mit. Unter dem Strich blieb ein für die Aktionäre anrechenbarer Gewinn in Höhe von gut 1,1 Milliarden Euro, ein Plus von 16,3 Prozent zum Vorjahr. Die Ludwigshafener schlossen 2013 insgesamt mit Rekordwerten ab.

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Gut möglich, dass die BASF in ihrer Öl- und Gassparte einen Zukauf wagt und einen Rohstoffriesen baut. Denn der Essener Energiekonzern RWE stellt seine Tochtergesellschaft Dea zum Verkauf. Neben der BASF sollen auch der Finanzinvestor KKR, die Kuwait Foreign Petroleum Corporation und der russische Milliardär Michail Fridman interessiert sein. Branchenkenner sehen die BASF dabei sogar in der Pole Position.

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Gemeinsam könnten BASF und Dea die höchsten Synergien erzielen. Zudem bräuchte die BASF für die Übernahme keinen Tandempartner, der einen Verkauf komplizieren würde. Der potenzielle neue Rohstoffriese dürfte auch auf politisches Wohlwollen in Berlin stoßen.

RWE soll allerdings fünf Milliarden Euro für Dea verlangen. Fraglich ist, ob BASF soviel zahlen will. Denn einen Großteil ihrer Öleinnahmen erwirtschaftet die Dea im politisch unsicheren Ägypten. Die BASF hat eigentlich schon genug Ärger mit ihrer Förderung in Libyen.

Und dann gibt es noch einen Punkt, der BASF-Chef Kurt Bock zögern lassen könnte. Mit einem Dea-Kauf würde sich die BASF weiter vom klassischen Chemiegeschäft entfernen. Mischkonzerne sind jedoch an der Börse nicht so gern gesehen.

(Mit dpa-Material)

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