Chemiekonzerne: BASF sticht Konkurrenten aus

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Chemiekonzerne: BASF sticht Konkurrenten aus

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Im dritten Quartal erhöhte sich der Umsatz von BASF um acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bei vielen anderen Chemieunternehmen sieht es deutlich schlechter aus.

von Jürgen Salz

Weltweit kämpfen die Chemiekonzerne mit Gewinnrückgängen. Dabei macht Weltmarktführer BASF noch die beste Figur.


Das hört sich nicht gut an für die Branche: In den vergangenen Tagen zogen die Chemiekonzerne Akzo (Niederlande), DuPont und DowChemical (beide USA) sowie die bayrische Wacker Chemie und die BASF wieder einmal Zwischenbilanz und legten ihre Zahlen für das dritte Quartal vor. 

Bisheriges Fazit: Das Wachstum fällt mau aus, die Gewinne gehen zurück. Dow Chemical will weltweit 2400 Stellen abbauen und 20 Werke schließen. Bei Wacker reduzierte sich der Nettogewinn um 80 Prozent. Akzo wies einen Nettoverlust von 2,36 Milliarden Euro aus. 

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Dagegen steht die BASF noch gut da: Im dritten Quartal erhöhte sich der Umsatz um acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, der Gewinn vor Zinsen und Steuern legte um fünf Prozent zu. „Hinter uns liegt ein weiteres Quartal, in dem sich die weltwirtschaftlichen Aussichten nicht verbessert haben“, stellt Vorstandchef Kurt Bock enttäuscht fest. Auffällig ist, dass die BASF-Gewinne in den klassischen Chemie-Sparten zurückgehen. Der Ludwigshafener Konzern kann vor allem mit seinem Pflanzenschutzgeschäft sowie mit dem Bereich Öl und Gas punkten. 

Für seine breite Angebotspalette – inklusive Kunststoffe, Batteriematerialien, Gas und Pflanzenschutz – ist das weltweit größte Chemieunternehmen oft gescholten worden. Doch jetzt, bei Abkühlung der Konjunktur, zahlt sich die weitgefächerte Strategie aus: Die Zuwächse bei Öl und Gas sowie im Pflanzenschutz können die Rückgänge im klassischen Chemiegeschäft wettmachen. 

Die Konkurrenz hat dagegen häufig zu sehr auf einzelne Sparten gesetzt:  Bei der Münchner Wacker Chemie stand lange die Produktion von Polysilizium – dem Ausgangsmaterial für die Herstellung von Solarzellen - im Vordergrund. Doch die Krise in der Solarbranche hat den einstmals wertvollen Stoff zur Billigware verkommen lassen. Der Umsatz mit Polysilizium brach im dritten Quartal um 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. 

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Ebenso bei Akzo: Der niederländische Chemie-Spezialist hat vor Jahren sein Pharmageschäft verkauft und sich vor allem auf das Geschäft mit Farben und Lacken konzentriert. Dumm nur, dass aus der Bauindustrie immer weniger Nachfragen kamen. Die Erkenntnis führte jetzt dazu, dass die BASF auf ihr Geschäft mit Wand- und Baufarben 2,5 Milliarden Euro abschrieb.  Für das dritte Quartal fiel so ein Nettoverlust von 2,36 Milliarden Euro an; auch für das Gesamtjahr ist mit roten Zahlen zu rechnen. 

Die breit diversifizierte BASF gibt sich dagegen optimistisch: Die Ludwigshafener rechnen zwar nicht mit einer Belebung des weltweiten Wirtschaftswachstums im vierten Quartal. „Dennoch streben wir an, bei Umsatz und dem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen die Spitzenwerte des Jahres 2011 zu übertreffen“, sagte Konzernchef Bock. Die BASF-Aktie legte bislang um etwas mehr als ein Prozent zu.            

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