Conti verteidigt Diesel: Verbrenner hat „Zenit noch vor sich“

Conti verteidigt Diesel: Verbrenner hat „Zenit noch vor sich“

, aktualisiert 01. August 2017, 15:40 Uhr
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Der Continental-Vorstandsvorsitzende ist davon überzeugt, dass „der Diesel Zukunft hat“.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Autozulieferer Continental hat vor dem Dieselgipfel die umstrittene Antriebsart verteidigt. „Nicht der Diesel ist das Problem, sondern der Umgang mit ihm“, sagte Vorstandschef Elmar Degenhart.

HannoverDer Autozulieferer Continental hat vor dem Dieselgipfel von Herstellern und Politik die umstrittene Antriebsart verteidigt. „Der Diesel hat Zukunft“, sagte Vorstandschef Elmar Degenhart am Dienstag in Hannover der Deutschen Presse-Agentur. „Denn nicht der Diesel ist das Problem, sondern der Umgang mit ihm.“

Wegen fehlender Batteriezelltechnologie sei die Vorstellung unrealistisch, Elektromobilität könne Dieselmotoren frühzeitig ablösen: „Der Verbrennungsantrieb hat seinen Zenit erst noch vor sich. Erst nach 2025 erwarten wir seinen langsamen Volumenrückgang.“

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Degenhart erklärte, die CO2-Bilanz der Verbrennungsmotoren verbessere sich beispielsweise durch die Verwendung von aus erneuerbaren Energien erzeugten synthetischen Kraftstoffen. Continental habe die CO2-neutralen Kraftstoffe getestet: „Schon eine Beimischung von 15 Prozent konnte den CO2-Ausstoß unseres Diesel-Fahrzeugs um 8 Gramm pro Kilometer senken.“

Ein sauberer Dieselmotor sei zudem mit verfügbarer Technologie machbar: Im Vergleich zu einem Euro-6-Dieselfahrzeug sei es möglich, die Stickoxidemission um 60 Prozent und den Kraftstoffverbrauch um 4 Prozent zu verringern, erklärte er. „Damit lösen wir einen klassischen Zielkonflikt in der Dieselmotorenentwicklung.“

Continental teilte mit, die Technologie zur Nutzung synthetischer Kraftstoffe aktiv voranzutreiben. Ziel sei, in einer Übergangsphase hin zur E-Mobilität das Fahren klimaneutral zu ermöglichen. Der synthetische Kraftstoff Oxymethylenether könne helfen, auch die CO2-Bilanz des Schwerlastverkehrs zu verbessern.

Quelle:  Handelsblatt Online
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