Covestro: Bayer-Tochter steigert Gewinn

Covestro: Bayer-Tochter steigert Gewinn

, aktualisiert 25. April 2016, 10:25 Uhr
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Covestro: Bayer-Tochter steigert Gewinn

Die Bayer-Tochter Covestro hat dank niedrigerer Rohstoffkosten und einer robusten Nachfrage ihre Ertragskraft im ersten Quartal kräftig gesteigert.

Die Bayer -Kunststofftochter Covestro ist mit einem Ergebnissprung ins Jahr gestartet. Der Betriebsgewinn (Ebitda) kletterte um gut 29 Prozent auf 508 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Covestro profitierte von einem höheren Absatz in seinen beiden Kerngeschäftsfeldern Polyurethane und Polycarbonate. Daneben kam der Gesellschaft eine einmalige Versicherungserstattung von 30 Millionen Euro zu Gute sowie die gesunkenen Rohstoffpreise. Diese drücken aber zunehmend die Verkaufspreise, weshalb der Umsatz um knapp sechs Prozent auf 2,9 Milliarden Euro sank.

"Im ersten Quartal hat Covestro erfolgreich an die starke wirtschaftliche Entwicklung des Vorjahres angeknüpft", urteilte Vorstandschef Patrick Thomas. "Für das gesamte Jahr 2016 halten wir an unseren Erwartungen fest." Der Vorstand geht von einem Mengenwachstum im Kerngeschäft im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Eine konkrete Umsatz- und Ergebnisprognose gab er nicht ab. Die Konzernmutter Bayer hatte bereits Ende Februar für die Tochter bei einem Umsatz auf Vorjahresniveau einen Rückgang des um Sondereinflüsse bereinigten Betriebsgewinns prognostiziert.

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Bayer hatte Covestro im Oktober an den Aktienmarkt gebracht, es war der größte Börsengang in Deutschland seit 2007. Die Leverkusener besitzen noch rund 64 Prozent an dem Unternehmen. Die insgesamt gute Entwicklung bei Covestro will der Mutterkonzern Bayer nutzen, um sich bald von seinen Anteilen zu trennen. Fortan will sich Bayer nur noch auf die Geschäftsbereiche Gesundheit und Landwirtschaft konzentrieren.

Auch der künftige Bayer-Chef Werner Baumann, der am 29. April die Geschäfte von Marijn Dekkers übernimmt, drängt auf einen schnellen Ausstieg. Vor wenigen Tagen sagte Baumann, dass Bayer in angemessener Zeit seine Covestro-Beteiligung auf null reduzieren wolle, da das Unternehmen für Bayer keinen strategischen Wert mehr besitze. Einen genauen Zeitplan nannte Baumann nicht.

Covestro fertigt Vorprodukte für die Auto-, Möbel-, Haushaltsgeräte- und Bauindustrie. Kunststoffe der Gesellschaft finden sich im Schaumstoff von Matratzen, Autositzen, aber auch im Ball der Fußball-WM.

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