Deutscher EADS-Chef: Von der Tochter zur Mutter

Deutscher EADS-Chef: Von der Tochter zur Mutter

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Gallois geht, Enders kommt

Der Airbus-Chef Tom Enders geht - und zwar zum Mutterkonzern EADS. Dort fängt mit ihm auch Jean-Claude Trichet an.

Der europäische Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern EADS wird künftig von dem Deutschen Thomas Enders als Vorstandsvorsitzendem geführt. Enders werde dem bisherigen CEO Louis Gallois nachfolgen, wenn dessen Mandat ablaufe, teilte der Verwaltungsrat am Donnerstag nach einer Sitzung in Amsterdam mit. Den Vorsitz des Verwaltungsrats solle Arnaud Lagardère von Bodo Uebber übernehmen, hieß es weiter. In Kraft treten sollen die Personalwechsel nach der Hauptversammlung des Konzerns am 31. Mai. Außerdem soll Jean-Claude Trichet, Ex-Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mitglied im Verwaltungsrat von EADS werden.

Nachfolger Enders' als Airbus-Vorstandsvorsitzendem werde ab 1. Juni Fabrice Brégier. Beide Mandate sind auf fünf Jahre angelegt. Gallois sagte, sein Nachfolger zeichne sich nicht nur durch „seine breite Erfahrung in unseren Geschäftsfeldern aus, sondern auch durch seine herausragenden Führungsqualitäten, sein Charisma und seine erzielten Erfolge“.

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Mehr Frauen an der EADS-Spitze gewünscht

Der ebenfalls scheidende Uebber nannte die am Donnerstag getroffenen Entscheidungen einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung von EADS. Die damit erzielte Klarheit biete eine „solide Basis für eine langfristig hervorragende Zukunft des Konzerns“. Der Vorsitzende des Vergütungs- und Besetzungsausschusses im EADS-Verwaltungsrat, John Parker, sagte, es sei schade, dass dieser Managementgeneration keine Frau angehöre. Er sei aber überzeugt, dass in Zukunft „einige sehr vielversprechende Kandidatinnen zur Verfügung stehen werden“.

EADS-Chef Enders, der Menschenfänger

Militärisch diszipliniert, konfliktstark, mit der Begabung seine Leute zu begeistern. Die WirtschaftsWoche hat den künftigen EADS-Chef Thomas Enders auf der Dubai-Airshow begleitet.

Airbus-Chef Thomas Enders Quelle: dpa

EADS ging im Jahr 2000 aus einer Fusion des deutschen Unternehmens DASA mit dem französischen Konzern Aérospatiale-Matra sowie dem spanischen Unternehmen CASA hervor. Die größte Sparte des Unternehmens ist mit Airbus der Flugzeugbau. Zu EADS gehören unter anderem auch der Satellitenbauer Astrium, der Hubschrauberhersteller Eurocopter und das Rüstungsunternehmen Cassidian. EADS beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit mehr als 128.000 Mitarbeiter an mehr als 170 Standorten.

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