Diebold Nixdorf: Geldautomatenbauer kassiert Jahresziele

Diebold Nixdorf: Geldautomatenbauer kassiert Jahresziele

, aktualisiert 19. Juli 2017, 15:56 Uhr
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Der Hersteller von Geldautomaten hat mit sinkenden Zahlen zu kämpfen.

Quelle:Handelsblatt Online

In der schwierigen Geldautomaten-Branche hat Diebold Nixdorf weiterhin zu kämpfen. Nach schwachem zweiten Quartal kassiert das Unternehmen seine Jahresziele und muss Stellen streichen – vor allem in Deutschland.

DüsseldorfDer deutsch-amerikanische Geldautomatenhersteller Diebold Nixdorf hat nach einem schwachen zweiten Quartal seine Jahresziele kassiert. „Die Geschäftsaussichten für 2017 sind sehr enttäuschend“, sagte Konzernchef Andy Mattes am Mittwoch. Zwar sei die Auftragslage gut. Doch wegen der Komplexität der Projekte gebe es Verzögerungen bei deren Umsetzung. Zudem seien die Margen im Service-Geschäft unter Druck geraten, da für kommende Aufträge eine größere Technikermannschaft vorgehalten werde müsse. Mattes kündigte weitere Einsparungen an.

Ein Konzernsprecher bekräftigte Planungen vom Jahresbeginn, wonach im Gesamtkonzern weltweit bis 2020 rund 2000 Stellen gestrichen werden sollen. Der Löwenanteil entfiele auf die ehemals unter Wincor Nixdorf firmierende deutsche Tochter. Von den insgesamt etwa 3600 Arbeitsplätzen sollen über 1100 weltweit und mehr als 500 in Deutschland wegfallen. Paderborn sei mit 1800 Mitarbeitern der größte Standort und werde sicher am stärksten betroffen sein, betonte der Sprecher.

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Im zweiten Quartal schrumpften im Gesamtkonzern die Erlöse um 12,1 Prozent auf umgerechnet knapp eine Milliarde Euro. Operativ verbuchte Diebold einen Verlust von 26,1 Millionen Euro nach einem Gewinn von knapp neun Millionen Euro vor Jahresfrist. Im Gesamtjahr peilt der Vorstand Erlöse zwischen vier und 4,1 Milliarden Euro an statt wie ursprünglich geplant 4,33 Milliarden Euro. Beim Ergebnis je Aktie werde ein Verlust zwischen 1,25 bis 1,43 Euro erwartet. Im zweiten Quartal lag das Minus bei 35 Cent je Aktie.

Die Amerikaner hatten die ehemals unter Wincor Nixdorf firmierende Gesellschaft im vergangenen Jahr übernommen. Sie halten inzwischen rund 75 Prozent an dem deutschen Traditionskonzern. Diebold und Wincor reagierten mit der Fusion auf den Umbruch in der Geldautomaten-Branche. In Ländern wie den USA oder Schweden spielt Bargeld eine immer geringere Rolle, so dass sich die Hersteller nach anderen Erlösquellen, etwa als Software- und Dienstleistungs-Anbieter, umsehen müssen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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