
Die größten Chemiekonzerne sind...
Platz 12: Bayer
Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern erzielte 2010 mit seiner Chemiesparte (Teilkonzerne Bayer MaterialScience und Bayer CorpScience) einen Umsatz von 22,5 Milliarden US-Dollar. Die operative Marge betrug 6,1 Prozent.
Quellen: Geschäftsberichte, Icis, Handelsblatt-Berechnungen; alle Umsätze beziehen sich auf die Chemiesparten, ohne sonstige Umsätze und Erträge. Umrechnung zu Durchschnittskursen.
Bild: ReutersPlatz 11: Total
Das französische Chemie-Unternehmen erzielte 2010 mit Chemieprodukten einen Umsatz von 23,2 Milliarden US-Dollar. Der operative Gewinn betrug 1,2 Prozent.
Bild: dpaPlatz 10: Dupont
Das US-amerikanische Unternehmen erzielte 2010 rund 31,5 Milliarden US-Dollar Umsatz. Der operative Gewinn betrug 4,3 Prozent.
Bild: dpaPlatz 9: Ineos
Der britische Chemie-Konzern Ineos konnte 2010 einen Umsatz von 34,6 Milliarden US-Dollar erwirtschaften. Der operative Gewinn betrug 1,5 Prozent.
Bild: PressebildPlatz 8: Mitsubishi Chemical
Das japanische Chemie-Unternehmen erzielte 2010 einen Umsatz von 38,2 Milliarden US-Dollar und einen operativen Gewinn von 2,7 Prozent.
Bild: ReutersPlatz 7: Shell
Der britische Chemie-Konzern Shell konnte im vergangenen Jahr mit chemischen Produkten einen Umsatz von 39,6 Milliarden US-Dollar vorweisen. Zum operativen Gewinn macht das Unternehmen keine Angaben.
Bild: dpaPlatz 6: Sabic
Das arabische Unternehmen Sabic erwirtschaftete 2010 mit chemischen Produkten einen Umsatz von rund 40,4 Milliarden US-Dollar. Der operative Gewinn belief sich auf 10,1 Prozent.
Bild: APPlatz 5: LyndellBasell
Das niederländische Unternehmen LyondellBasell verzeichnete im Jahr 2010 einen Umsatz von 40,2 Milliarden US-Dollar. Der operative Gewinn betrug 2,9 Prozent.
Bild: APPlatz 4: Sinopec
Der chinesische Erdgas- und Mineralöl-Konzern Sinopec kann für 2010 rund 48,7 Milliarden US-Dollar Umsatz vorweisen. Der operative Gewinn liegt bei 2,3 Prozent.
Bild: ReutersPlatz 3: Exxon Mobil
Das amerikanische Unternehmen Exxon Mobil konnte im vergangenen Jahr in seiner Chemiesparte einen Umsatz von 53,6 Milliarden US-Dollar erzielen. Der operative gewinn betrug 3,4 Prozent.
Die größten Chemiekonzerne sind...
Platz 12: Bayer
Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern erzielte 2010 mit seiner Chemiesparte (Teilkonzerne Bayer MaterialScience und Bayer CorpScience) einen Umsatz von 22,5 Milliarden US-Dollar. Die operative Marge betrug 6,1 Prozent.
Quellen: Geschäftsberichte, Icis, Handelsblatt-Berechnungen; alle Umsätze beziehen sich auf die Chemiesparten, ohne sonstige Umsätze und Erträge. Umrechnung zu Durchschnittskursen.
Ein starkes Öl- und Gasgeschäft sowie eine kräftige Nachfrage nach Agrarchemikalien haben dem Chemiekonzern BASF 2012 zu neuen Rekordwerten bei Umsatz und Ergebnis verholfen. Die Aktionäre des weltgrößten Chemieunternehmens können sich freuen: Ihnen versprach Konzernchef Kurt Bock am Dienstag zur Vorlage der Bilanz eine um zehn Cent auf 2,60 Euro angehobene Dividende. Auch für das laufende Jahr stellte der Manager Zuwächse bei Konzernumsatz und bereinigtem Betriebsgewinn in Aussicht. Dazu sollen auch die laufenden Sparanstrengungen beitragen.
BASF baute im vergangenen Jahr seinen um Sondereinflüsse wie Restrukturierungen bereinigten Betriebsgewinn (Ebit) um fünf Prozent auf 8,9 Milliarden Euro aus. Analysten hatten im Schnitt mit 8,95 Milliarden Euro gerechnet. Besonders kräftig legte das Öl- und Gasgeschäft zu. Der Ludwigshafener Konzern hatte nach dem Sturz des Gaddafi-Regimes im Oktober 2011 seine Ölproduktion in der libyschen Wüste nach monatelanger Unterbrechung wieder hochgefahren und konnte das vergangene Jahr wieder durchgängig fördern. Die Produktionsmenge von 100.000 Barrel pro Tag von vor dem Bürgerkrieg hat BASF aber immer noch nicht erreicht. Zuletzt lag die Tagesproduktion bei rund 80.000 Barrel. Zudem profitierte BASF 2012 von einer kräftigen Nachfrage nach Chemikalien für die Landwirtschaft. Auch bei den US-Rivalen Dow Chemical und Dupont lief die Agrarchemie zuletzt rund. In den Chemikalien- und Kunststoffsparten ging bei den Ludwigshafenern dagegen das operative Ergebnis zurück.
BASF setzte im vergangenen Jahr 78,7 Milliarden Euro um, das sind sieben Prozent mehr als 2011. Dazu trugen auch günstige Währungseinflüsse und eine leichte Anhebung der Preise bei. Der Konzernüberschuss fiel 2012 allerdings um 21,2 Prozent auf 4,88 Milliarden Euro. Im Jahr zuvor hatte BASF unter anderem noch von einer hohen Sonderzahlung über 600 Millionen Euro vom Rivalen Ineos profitiert, die bei Gründung des Gemeinschaftsunternehmens Styrolution fällig wurde.
BASF rechnet 2013 mit einem unbeständigen Umfeld
Zum laufenden Jahr äußerte sich Bock verhalten optimistisch. "2013 wird ein anspruchsvolles Jahr: Wir rechnen weiterhin mit einem unbeständigen Umfeld", erklärte der Konzern-Chef. BASF wolle aber bei Umsatz und Ergebnis weiter zulegen. Dabei setzt Bock vor allem auf ein starkes Wachstum in den Schwellenländern. In China erwartet er nach der Abschwächung der Konjunktur 2012 zusätzliche Wachstumsimpulse unter anderem aus dem Bausektor und aus der Automobilindustrie. Auch bei den Kosten will Bock ansetzen. Das mehrjährige Sparprogramm Step soll ab Ende 2015 jährlich rund eine Milliarde Euro zum Ergebnis beitragen.
Bislang fielen die Bilanzen der großen Chemiekonzerne eher durchwachsen aus. Der US-Rivale Dow Chemical rutschte wegen hoher Restrukturierungskosten und einer schwachen Kunststoffnachfrage im vierten Quartal sogar noch tiefer in die roten Zahlen. Auch beim US-Konkurrenten DuPont stotterten die Geschäfte aufgrund des härteren Marktumfelds. Der Gewinn brach im Schlussquartal um 70 Prozent auf 111 Millionen Dollar ein. Dem niederländischen Rivalen Akzo Nobel setzten hohe Abschreibungen auf das schwächelnde Farbengeschäft zu: Akzo wies für 2012 einen Verlust von 2,2 Milliarden Euro aus. Ein Jahr zuvor hatte noch ein Gewinn von 477 Millionen Euro in den Büchern gestanden.

























