Dividendenerhöhung: Krebsmedikamente treiben Wachstum bei Roche

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Dividendenerhöhung: Krebsmedikamente treiben Wachstum bei Roche

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Der Schweizer Pharmakonzern Roche profitiert von Krebsmedikamenten.

Die Nachfrage nach seinen Krebsmedikamenten hat dem Pharmakonzern Roche im letzten Jahr mehr Umsatz und Gewinn eingebracht. Davon profitieren die Aktionäre: Die Dividende soll um sechs Prozent steigen.

Der weltweit steigende Bedarf an Krebsmedikamenten sorgt bei dem Schweizer Pharmakonzern Roche für ein Plus bei Umsatz und Gewinn. Der Umsatz kletterte im vergangenen Jahr um sechs Prozent in Lokalwährungen auf 46,78 Milliarden Franken, wie Roche am Donnerstag mitteilte. Wird allerdings der Effekt der starken Schweizer Währung berücksichtigt, lag das Umsatzwachstum nur bei drei Prozent. Der Gewinn stieg um 18 Prozent auf 11,37 Milliarden Franken. Arzneien wie MabThera gegen Blutkrebs, Herceptin gegen Brustkrebs und das breit eingesetzte Avastin bringen dem Basler Konzern jeweils Umsätze von mehr als sechs Milliarden Franken im Jahr. Die Roche-Aktien verzeichneten am Morgen ein Minus von 1,6 Prozent.

Freuen können sich die Roche-Aktionäre: Zum 27. Mal in Folge soll die Dividende erhöht werden. Das Unternehmen will 7,80 Franken je Titel ausschütten, sechs Prozent mehr als vor einem Jahr. Roche-Chef Severin Schwan stellte den Anlegern zudem für das laufende Jahr eine weitere Anhebung ins Aussicht. Auch bei Umsatz und Gewinn will der Konzern weiter zulegen: In diesem Jahr rechnet Schwan mit einem Wachstum in Lokalwährungen im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Der Kerngewinn je Aktie soll stärker steigen.

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Roche schlägt sich besser als Novartis

Mit einem Gewinn von rund 24 Prozent gemessen am Umsatz schnitt Roche deutlich besser ab als der Lokalrivale Novartis : Diesem blieben unter dem Strich von einem Umsatz von knapp 59 Milliarden Dollar 9,3 Milliarden Dollar als Gewinn. Novartis ist im Vergleich zu Roche weniger spezialisiert und hat mit den Folgen auslaufender Patente zu kämpfen.

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Der Roche-Konzern, bei dem der jetzige Lufthansa -Chef Christoph Franz im Frühjahr Verwaltungsratspräsident wird, sieht sich besser als Novartis auf auslaufende Patente vorbereitet. Mit Perjeta und Kadcyla stehen bereits zwei neue Medikamente gegen Brustkrebs bereit, die später einmal "Blockbuster" mit mehr als einer Milliarden Umsatz werden sollen. Im vergangenen Jahr setzte Roche bei Perjeta mit 326 Millionen Franken um fast 500 Prozent mehr um als ein Jahr davor. Das neu eingeführte Kadcyla kam auf 234 Millionen Franken. Das Wachstum bei Perjeta liege deutlich über den Erwartungen, schrieben die Analysten der britischen Barclays Bank in einem Kommentar.

Der Umsatz des Bereichs Pharma kletterte um sieben Prozent auf 36,30 Milliarden Franken. Am stärksten stiegen die Medikamentenverkäufe von Roche in den USA, dort legte der Umsatz um zehn Prozent auf 15 Milliarden Franken zu. In Europa schafften die Schweizer ein Plus von zwei Prozent auf 9,25 Milliarden Franken. Der kleinere Bereich Diagnostics kam auf einen Umsatz von 10,5 Milliarden Franken, was einem Plus von vier Prozent in Lokalwährungen entsprach.

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