Drei Prozent Wachstum für 2014 erwartet: Gesamtmetall warnt vor Wettbewerbern aus Südeuropa

exklusivDrei Prozent Wachstum für 2014 erwartet: Gesamtmetall warnt vor Wettbewerbern aus Südeuropa

von Bert Losse

Die Lohnstückkosten in der deutschen Metall- und Elektroindustrie sind 2013 um 4,5 Prozent nach oben geschossen.

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Die Metallindustrie erwartet eine Umsatzsteigerung von drei Prozent

Dies sagte Michael Stahl, Chefvolkswirt des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, in einem Interview mit der WirtschaftsWoche. Trotz der aktuell guten Geschäftslage sieht Gesamtmetall daher die Gefahr einer nachlassenden preislichen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen. „Die EU-Krisenländer sind durch Strukturreformen, Lohnverzicht und längere Arbeitszeiten billiger geworden und haben ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöht. In Ländern wie Spanien oder Portugal gibt es ernst zu nehmende Konkurrenten. Da müssen wir jetzt höllisch aufpassen“, warnte Stahl.

Die Personalabteilungen der Metall-Unternehmen haben auf die steigenden Kosten offenbar bereits reagiert. Viele neue Jobs in der wichtigsten deutschen Industriebranche werde es 2014 nicht geben, prognostiziert Stahl. „Unter dem Strich ist ein Plus von vielleicht 20.000 Stellen drin. Unsere Industrie hat in den vergangenen Jahren mehr Arbeitsplätze geschaffen, als für die Produktion nötig war. Die Unternehmen haben mit Blick auf den Fachkräftemangel vielfach Stellen gehortet“, so der Gesamtmetall-Chefvolkswirt.

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