Linde prüft Rückzug aus Dresden - 500 Mitarbeiter betroffen

Dresden: Linde prüft Rückzug - 500 Mitarbeiter betroffen

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Das Linde-Logo auf dem Technologiezentrum der Linde AG in Dresden.

Linde will kräftig an der Sparschraube drehen. Nun steht laut einem Konzernsprecher der Standort Dresden auf dem Prüfstand. Sollte er geschlossen werden, wären hunderte Mitarbeiter betroffen.

Der Industriegasekonzern Linde prüft im Rahmen seiner jüngst angekündigten Sparpläne eine Schließung seines Standorts in Dresden. Die Niederlassung mit rund 500 Mitarbeitern der Anlagenbausparte werde möglicherweise aufgegeben, sagte ein Konzernsprecher am Mittwoch. "Das ist eine Option." Darüber werde mit den Arbeitnehmervertretern verhandelt. Die "Sächsische Zeitung" hatte dagegen unter Berufung auf den örtlichen Betriebsrat berichtet, die Belegschaft sei auf einer Versammlung bereits über ein Aus für die Niederlassung informiert worden.

Der scheidende Vorstandschef Wolfgang Büchele hat dem Konzern einen harten Sparkurs verordnet. Ab 2019 soll Linde nach der geplatzten Fusion mit dem US-Rivalen Praxair jährlich 550 Millionen Euro einsparen, 370 Millionen Euro mehr als bisher geplant. Die relativ geringe Rendite der Münchner galt als ein Grund für das Scheitern des Vorhabens. Linde nannte zwar bisher keine Details zum geplanten Stellenabbau. Experten veranschlagen die Zahl der betroffenen Mitarbeiter jedoch auf 3000 bis 4000. Weltweit beschäftigt Linde 65.000 Menschen, davon 8000 in Deutschland.

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Mit dem Rauswurf von Vorstandschef Wolfgang Büchele und Finanzvorstand Georg Denoke versucht Lindes Chefkontrolleur Wolfgang Reitzle den Neustart – ein wichtiger und richtiger Schritt.

Quelle: dpa
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