Druckmaschinen-Hersteller: Heidelberger Druck kämpft sich in die schwarzen Zahlen zurück

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Druckmaschinen-Hersteller: Heidelberger Druck kämpft sich in die schwarzen Zahlen zurück

, aktualisiert 07. Mai 2014, 10:31 Uhr
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Ein Mitarbeiter montiert im Werk des Druckmaschinenherstellers Heidelberger Druck ein Druckwerk des Typs Speedmaster SM 74.

Die drastischen Sparmaßnahmen zeigen endlich Wirkung: Zum ersten Mal seit fünf Jahren hat Heidelberger Druck im vergangenen Geschäftsjahr wieder schwarze Zahlen geschrieben.

Der Druckmaschinen-Hersteller Heidelberger Druck will die jahrelange Verlustphase auf Dauer hinter sich lassen. "Es müssten schon eine Menge Pferde an mir zerren, um wieder von den schwarzen Zahlen abzurücken", sagte Vorstandschef Gerold Linzbach am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 hatte der Konzern mit vier Millionen Euro erstmals seit fünf Jahren nach Steuern wieder schwarze Zahlen geschrieben. 2012/13 hatte noch ein Nettoverlust von 117 Millionen Euro zu Buche gestanden.

Operativ erwirtschaftet der Weltmarktführer für Bogendruckmaschinen schon länger Gewinne. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg auf 143 Millionen Euro nach 80 Millionen Euro im Vorjahr, wenn Sanierungskosten nicht eingerechnet werden. Der Umsatz fiel um elf Prozent auf 2,43 Milliarden Euro. Die im SDax notierte Aktie legte 2,5 Prozent zu.

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Die Finanzkrise 2008 hatte die Kurpfälzer getroffen, weil Druckereien reihenweise schließen mussten und die Nachfrage nach neuen Maschinen einbrach. Vor der Krise beschäftigte HeidelDruck noch 20.000 Mitarbeiter, inzwischen sind es nach drastischen Einsparungen nur noch 13.000. Der Personalabbau ist noch nicht beendet, da sich Linzbach von Randbereichen wie Produkten zur Weiterverarbeitung von Druckerzeugnissen trennen will. Zu seinem Antritt vor anderthalb Jahren hatte der Manager angestoßen, das gesamte Portfolio an Produkten auf den Prüfstand zu stellen. Nun werde sondiert, ob Produkte verkauft oder ganz eingestellt würden, erklärte Linzbach. Die Entscheidungen sollten im kommenden halben Jahr fallen.

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Dem weltweit zweitgrößte Hersteller König und Bauer aus Würzburg geht es unterdessen noch immer schlecht. Nach dem Kahlschlag der vergangenen Jahre soll die Belegschaft von noch 5300 Mitarbeitern um weitere 1000 Stellen schrumpfen. Am 1. Mai trat ein Vorstand zur Restrukturierung bei den Franken sein Amt an, der das Ruder nach einem Nettoverlust von 154 Millionen Euro 2013 herumreißen soll.

Heidelberger Druck setzt hingegen auf Wachstum im Digitaldruck und in der Sparte Service und Verkauf von Verbrauchsmaterial. Hier will Linzbach in diesem Jahr die schon länger angekündigten Zukäufe realisieren. "Da gibt es eine ganze Reihe von Kandidaten - wir denken an zwei größere, oder aber auch mehrere kleine Akquisitionen", sagte er. Der Konzern soll so seinem mittelfristigen Ziel näher kommen, ein operatives Ergebnis (Ebitda) von acht Prozent des Umsatzes zu erwirtschaften. Im vergangenen Geschäftsjahr legte die Marge bereits auf sechs Prozent von drei Prozent zu.

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