EADS: Eurocopter profitiert von der Energiewende

exklusivEADS: Eurocopter profitiert von der Energiewende

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Lutz Bertling ist Chef der Division Eurocopter beim Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS.

von Rüdiger Kiani-Kreß

Der Chef von Eurocopter baut den Hubschrauberhersteller um und errichtet in Deutschland ein neues Entwicklungszentrum.

WirtschaftsWoche: Herr Bertling, Ihre Mitarbeiter klagen angeblich, der Einfluss der Deutschen schwinde im Unternehmen. Ist Eurocopter noch ein deutsches Unternehmen oder schon ein französisches?

Bertling: Weder noch, wir sind beides: Eurocopter ist das europäischste Unternehmen, das Sie sich vorstellen können. Wir sind ein komplett integriertes Unternehmen, bei dem Mitarbeiter mit deutschem Arbeitsvertrag auch Vorgesetzte von Beschäftigten mit französischem Arbeitsvertrag sein können und umgekehrt.

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Keines unserer Produkte hat rein deutsche oder französische Technologie. Gleichzeitig wahren wir auf beiden Seiten des Rheins volle Systemfähigkeit, können also sowohl in Deutschland als auch in Frankreich komplette Hubschrauber entwickeln, bauen und betreuen.

Sie haben keine Arbeiten aus Deutschland nach Frankreich verlagert?

Verlagerung von Arbeitspaketen findet in beide Richtungen statt: Wir haben bestimmte Bereiche in jeweils einem Land gebündelt, um auf größere Stückzahlen und Kostenvorteile bei Entwicklung und in der Produktion zu kommen. Damit werden Teile dann an anderen Orten gebaut als früher. Das kann in einer Übergangszeit auf beiden Seiten zu Erstaunen führen.

Aber insgesamt ist klar: Beide Seiten haben stark von dem deutsch-französischen Zusammenschluss profitiert. In Deutschland ist die Beschäftigtenzahl seit der Eurocopter-Gründung prozentual sogar stärker angestiegen als in Frankreich.

Forschungsprojekte wie der schnelle Hubschrauber X-3 kommen aus Frankreich, nicht aus Deutschland.

Dafür forschen wir in Deutschland an der nächsten Generation besonders umweltfreundlicher Hubschrauber. Darüber hinaus reden wir mit den Regierungen in Bayern und Deutschland über die Förderung eines neuen zivilen Programms. Deutschland ist also keineswegs ein Schrauberstandort. Im Gegenteil: Donauwörth ist ein vollwertiger Hubschrauberstandort! Wir bauen unser deutsches Standbein sogar noch aus und investieren dort 100 Millionen in ein neues Entwicklungszentrum. Zudem liefert bei jedem Programm die Gesellschaft des jeweils anderen Landes zu.

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