Eine Milliarde weniger: Dieselaffäre schlägt auf Audi-Gewinn durch

Eine Milliarde weniger: Dieselaffäre schlägt auf Audi-Gewinn durch

, aktualisiert 28. Oktober 2016, 11:58 Uhr
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Der Audi-Chef musste für die ersten neun Monate einen Gewinneinbruch verkünden. Grund seien „äußerst herausfordernde Rahmenbedingungen”.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Affäre um manipulierte Abgaswerte schlägt sich jetzt auch in Audis Bilanz nieder. Der Autobauer hat in den ersten neun Monaten fast eine Milliarde Euro weniger verdient. Mit Volkswagen gab es eine Einigung.

IngolstadtNach der Dieselaffäre um manipulierte Abgaswerte leidet der Ingolstädter Autohersteller Audi unter einem milliardenschweren Gewinneinbruch. Von Anfang Januar bis Ende September sank der Nettogewinnn um ein Drittel auf 2,1 Milliarden Euro, wie aus den am Freitag veröffentlichten Geschäftszahlen für die ersten drei Quartale hervorgeht. Im Vorjahr hatte Audi im selben Zeitraum noch knapp 3,3 Milliarden Euro verdient.

Hauptursache war die Abgasaffäre. Aber auch eine Rückrufaktion für mit Airbags des Zulieferers Tataka ausgestattete Wagen schlug ins Kontor. Audi erhöhte deswegen die Risikovorsorge. Das Unternehmen bezifferte die Belastung der Bilanz durch die „Sondereinflüsse“ auf insgesamt 885 Millionen Euro. Davon entfielen als Belastungen aus dem Dieselskandal 752 Millionen Euro. Vorstandschef Ruper Stadler nannte die derzeitigen Rahmenbedingungen „äußerst herausfordernd“.

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Konzernmutter Volkswagen und Konzerntochter Audi haben sich laut Zwischenbericht geeinigt, wie die juristischen Folgekosten der Affäre „verursachergerecht“ verteilt werden: Audi übernimmt Zahlungen, die für die in Ingolstadt entwickelten drei-Liter-Dieselmotoren fällig werden.

Die Audi-Absatzzahlen aber stiegen weiter, auch in den USA. Weltweit verkaufte das Ingolstädter Unternehmen in den ersten drei Quartalen knapp 1,58 Millionen Autos, ein Plus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In den USA stiegen die Verkäufe um knapp 5000 auf 152.200 Autos, 3,2 Prozent mehr.

Quelle:  Handelsblatt Online
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