
SeoulDer südkoreanische Autohersteller Hyundai Motor will im nächsten Jahr in seinen drei einheimischen Werken die Nachtschicht abschaffen. Das sieht ein vorläufiges Abkommen vor, auf das sich die Unternehmensleitung bei Südkoreas Branchenprimus und die Betriebsgewerkschaft nach einer Reihe von Warnstreiks und mehr als 20 Verhandlungsrunden geeinigt haben. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, erhalten die Arbeiter außerdem 5,4 Prozent mehr Lohn und Boni. Die Gewerkschaftsmitglieder wollen am Montag über die Annahme der Vereinbarung abstimmen.
Die Hyundai-Arbeiter hatten im Juli zum ersten Mal seit vier Jahren wieder gestreikt. Seitdem war es tageweise immer wieder zu stundenlangen Arbeitsniederlegungen gekommen. Nach Angaben des Unternehmens verursachte der Streik bis zum Mittwoch Produktionsausfälle im Wert von knapp 1,6 Billionen Won (etwa 1,12 Milliarden Euro). Insgesamt hätten 76 723 Autos weniger produziert werden können.
























