Einkaufstour in Portugal: Eon gibt verbindliches Angebot für Stromriesen EDP

Einkaufstour in Portugal: Eon gibt verbindliches Angebot für Stromriesen EDP

, aktualisiert 11. Dezember 2011, 15:23 Uhr
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Der Eingang der Zentrale des Energiekonzerns Eon in Düsseldorf: Der Konzern ist an dem portugiesischen Stromriesen EDP interessiert.

Quelle:Handelsblatt Online

Eon hat laut internen Kreisen dem portugiesischen Stromriesen EDP ein verbindliches Angebot unterbreitet. Der deutsche Energiekonzern möchte den 21-Prozent-Staatsanteil übernehmen - hat aber internationale Konkurrenz.

DüsseldorfDer größte deutsche Energiekonzern Eon ist bei seinen Zukaufsplänen in Portugal einen Schritt weiter. Der Versorger habe bei dem portugiesischen Energieunternehmen EDP ein verbindliches Angebot für den zum Verkauf stehenden 21-Prozent-Anteil eingereicht, sagte am Sonntag eine mit der Transaktion vertraute Person der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX und bestätigte damit einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Danach wird das gesamte Unternehmen mit 8,5 Milliarden Euro bewertet. Eon wollte sich auf Nachfrage nicht dazu äußern.

Bereits vor einigen Wochen hatte der portugiesische Ministerrat eine sogenannte Shortlist mit vier Unternehmen veröffentlicht, die für den Staatsanteil an dem Unternehmen mitbieten durften. Neben dem Düsseldorfer Konzern gehörten dazu auch die brasilianischen Unternehmen Eletrobras und Cemig sowie Three Gorges aus China. Das pleitebedrohte Portugal wollte die Privatisierung von EDP nach Angaben vom November bis Ende des Jahres abwickeln.

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Die Beteiligung an EDP ist Teil der von Eon-Chef Johannes Teyssen angekündigten Neuausrichtung des Konzerns, die unter anderem stärker auf den Ausbau der erneuerbaren Energien setzt. Mit EDP, das über große Kapazitäten bei Wind- und Wasserkraft verfügt, würde Eon nach Einschätzung von Experten mit einem Schlag zum Weltmarktführer bei den Erneuerbaren. Zudem sind die Portugiesen in Brasilien aktiv - auch das kommt den Düsseldorfern gelegen, da sie sich derzeit aktiv auf außereuropäischen Boden umschauen.

Die Transaktion soll den Kreisen zufolge möglicherweise noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Eon gehe davon aus, nicht das höchste Gebot eingereicht zu haben. Die Chinesen könnten den Zukauf als strategisches Investment ansehen und dafür mehr auf den Tisch gelegt haben, sagte die Quelle zu dpa-AFX. Theyssen sei daher zu Zugeständnissen bereit und stelle den Portugiesen für ein Entgegenkommen ihrerseits Investitionen, zum Beispiel in Form von neuen Wind- und Solarprojekten in ihrem Land in Aussicht. Laut „Spiegel“ soll ein Teil der für den Zukunftsbereich zuständigen Abteilung im Fall eines erfolgreichen Abschlusses bei EDP angesiedelt werden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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