ElringKlinger: Noch zehn Millionen Euro Belastung aus Schweizer Werk

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Produktion beim ElringKlinger

von Rebecca Eisert

Autozulieferer ElringKlinger rechnet mit Belastungen nach Produktionsausfällen in der Schweiz, 20 Millionen Euro Umsatz am neuen Standort Ungarn und Verlusten mit der Sparte E-Mobilität . Eine Exklusivmeldung.

Der  Autozulieferer ElringKlinger schließt für dieses Jahr einen Gewinneinbruch aus. Auf die Frage, wie viel Gewinnwarnungen es 2016 nach den beiden im Vorjahr geben werde,  sagte der neue Finanzvorstand Thomas Jessulat der WirtschaftsWoche: „Keine. Wir rechnen in unserem Schweizer Werk mit einer Belastung von weiteren zehn Millionen Euro im ersten Quartal 2016. Ab dem zweiten Quartal wird Ruhe einkehren.“ ElringKlinger konnte im vergangenen Jahren wegen Problemen in seinem Werk im schweizerischen Sevelen einige Zeit nicht liefern, was zu Produktionsausfällen bei den Autokonzernen führte. Offen ließ Jessulat, mit welchen Schadenersatzforderung er deshalb rechnet: „Bei einigen wenigen Kunden gab es Stillstände am Band. Diese haben Schadensersatzforderungen an uns gestellt. Der weitaus größere Teil hat uns aber lediglich weniger bezahlt, weil wir Teile nicht rechtzeitig geliefert hatten.“

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ElringKlinger:  20 Millionen Euro Umsatz in Ungarn geplant / Verluste im Geschäft mit E-Autos 

Der Autozulieferer ElringKlinger hat erstmals seine Ausbaupläne für den neuen Standort im ungarischen Kecskemét bekannt gegeben, wo das Unternehmen  Abschirmtechnik für hitzeempfindliche Teile gegen hohe Temperaturen produziert. "Ungarn wird für uns ein wesentlicher Wachstumsstandort für Europa“, sagte Finanzvorstand Thomas Jessulat im Interview mit der WirtschaftsWoche. „Binnen drei Jahren könnten wir dort mit 60 bis 100 Mitarbeitern 15 bis 20 Millionen Euro Umsatz schaffen.“

Wenig Hoffnung macht sich Elring Klinger dagegen bei Komponenten für Elektroautobatterien. „Wir waren damit 2015 in der Verlustzone und erwarten auch für 2016 Verluste. Die E-Mobilität läuft schleppend, die Nachfrage ist schwach“, so Jessulat. Ohne staatliche Hilfen sei kein Ende der Misere in Sicht. „Wir haben die Sparte restrukturiert und Kosten reduziert. Das Einzige, was helfen könnte, wären Fördermittel der Bundesregierung, um die Nachfrage anzukurbeln, etwa Kaufprämien.“

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