Ende der Luxusautos: Daimler macht Maybach dicht

Ende der Luxusautos: Daimler macht Maybach dicht

, aktualisiert 25. November 2011, 17:20 Uhr
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Ein Maybach Zeppelin.

Quelle:Handelsblatt Online

Schon lange hatte es schlecht gestanden um die Luxusmarke Maybach von Daimler. Nun will Konzernchef Dieter Zetsche die Marke abschaffen und stattdessen in Oberklasse-Wagen unter dem Namen Daimler investieren.

Der Automobilkonzern Daimler stellt seine Luxusmarke Maybach ein. Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche erklärte in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstagausgabe), das Unternehmen sei „zur klaren Überzeugung gelangt, dass die Absatzchancen für die Marke Mercedes besser sind als die von Maybach“. Künftig solle es stattdessen sechs verschiedene Modelle der Mercedes S-Klasse geben anstatt wie bisher nur drei. Die rund 150 Maybach-Mitarbeiter müssten aber nicht um ihre Jobs fürchten.

„Das sind etwa 150 bestens qualifizierte Mitarbeiter, die wir für unser Wachstumsprogramm im Luxussegment brauchen werden“, betonte der Daimler-Chef. „Es wäre nicht sinnvoll, ein Nachfolgemodell für den jetzigen Maybach zu entwickeln.“ 

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Damit ist das Aus für die 2002 reanimierte Traditionsmarke in zwei Jahren besiegelt. „Mercedes bläst jetzt auch zum Angriff in der Oberklasse“, sagte Zetsche dem Blatt zufolge.

Die Zukunftsaussichten von Maybach waren seit dem Start schlecht, die hochgesteckten Absatzziele wurden nie erreicht.

Zetsche bekräftigte der „FAZ“ zufolge, dass die Wiedereinführung der Marke Maybach im Jahr 2002 unterm Strich ein Verlustgeschäft gewesen sei. Zuletzt wurden jedes Jahr nur wenige hundert der weitgehend in Handarbeit gefertigten Maybach-Fahrzeuge an zahlungskräftige Kunden ausgeliefert. Der direkte Konkurrent Rolls-Royce, der zu BMW gehört, schnitt besser ab.

Die vier angebotenen Maybach-Modelle, die als Chauffeur-Limousine konzipiert sind, sollen bis 2013 weiterverkauft werden. Dann soll die neue Generation der Mercedes-Benz S-Klasse auf den Markt kommen, die dann das Flaggschiff von Daimlers Pkw-Flotte bildet. Die rund 150 Beschäftigten der Maybach-Manufaktur bräuchten sich keine Zukunftssorgen zu machen, sagte Zetsche der Zeitung. Die hochqualifizierten Mitarbeiter benötige Daimler auch weiterhin.

Maybach baute bereits in den 1930er Jahren Luxuslimousinen.

Zuletzt hatte Daimler erwogen, die Marke durch eine Kooperation mit Aston Martin beispielsweise bei Motoren rentabler zu machen.

Daimler feiert in diesem Jahr das 125-jährige Jubiläum des Automobils, das die Firmengründer Gottlieb Daimler und Carl Benz 1886 entwickelt haben.

Quelle:  Handelsblatt Online
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