Energie: Stromverbrauch dürfte 2017 steigen

Energie: Stromverbrauch dürfte 2017 steigen

, aktualisiert 20. Dezember 2016, 14:19 Uhr
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Seit 2010 waren Investitionen in Energieeffizienz und höherer Preise Grund für den geringeren Stromverbrauch trotz Wirtschaftswachstums.

Quelle:Handelsblatt Online

Wegen der guten Konjunktur und der Zuwanderung in Deutschland soll 2017 wieder der Stromverbrauch steigen. Die Ökostromerzeugung dürfte jedoch im Vergleich schwächer wachsen.

BerlinDeutschland wird im nächsten Jahr unter anderem wegen des Wirtschaftswachstums wieder mehr Strom verbrauchen. Das Plus gegenüber 2016 werde etwa 0,7 Prozent betragen, teilte der Bundesverband der Energiewirtschaft (BDEW) am Dienstag in Berlin mit. Neben der erwarteten robusten Konjunktur mache sich auch die wachsende Zahl der Menschen durch Zuwanderung in Deutschland bemerkbar.

Seit 2010 war es Deutschland unter anderem durch Investitionen in Energieeffizienz gelungen, den Stromverbrauch Jahr für Jahr trotz Wirtschaftswachstums zu senken. Triebfeder waren auch die damals stark steigenden Preise. 2015 hatte es erstmals wieder eine Zunahme des Verbrauchs gegeben, 2016 einen Rückgang. Es gelingt kaum einem Industrieland, den Stromverbrauch von der konjunkturellen Entwicklung abzukoppeln.

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BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer stellte das Ziel eines sinkenden Stromverbrauchs insgesamt infrage. Da Strom vor allem aus erneuerbaren Quellen künftig in immer mehr Bereichen wie im Verkehr oder zur Erzeugung von Gas für den Wohnungssektor benötigt würde, könne der Verbrauch trotz höherer Effizienz kaum sinken.

Die Ökostromerzeugung wird in diesem Jahr dem BDEW zufolge trotz Neubaus von Windrädern und Solaranlagen relativ wenig zulegen. Grund sei vor allem, dass der Wind deutlich schwächer als im vergangenen Jahr geweht habe und auch die Sonneneinstrahlung geringer ausgefallen sei. Der Anteil am Verbrauch werde 2016 knapp ein Drittel betragen. Wegen des vergleichsweise niedrigen Gaspreises sind Kraftwerke auf Basis dieses Brennstoffes wieder länger gelaufen und erzeugen voraussichtlich rund zwölf Prozent am Verbrauch.

Stark bleibt dem BDEW zufolge weiter der Export. Dieser hatte bereits in den vergangen Jahren kräftig zugelegt, da sowohl Ökostrom als auch vergleichsweise billiger Kohlestrom in Nachbarmärkte wie die Niederlande geleitet wurden. Einen zusätzlichen Schub erhielt der Export in den vergangenen Monaten durch die technischen Probleme bei Atomkraftwerken in Frankreich.

Quelle:  Handelsblatt Online
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