Energiekonzerne: RWE plant massiven Stellenabbau

Energiekonzerne: RWE plant massiven Stellenabbau

, aktualisiert 03. Dezember 2011, 14:27 Uhr
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Die Zentrale des Energieversorgers RWE in Essen.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Energiekonzern RWE kämpft mit den Folgen des Atomausstiegs und wird darum massiv Stellen streichen. Rund 8000 Arbeitsplätze sind laut Medienberichten in Gefahr.

DüsseldorfDer Energiekonzern RWE will nach Zeitungsinformationen in den nächsten Jahren mehr als 8000 seiner weltweit 72.000 Arbeitsplätze abbauen. Gegenüber der Agentur Reuters sprach eine mit der Angelegenheit vertraute Person von bis zu 8000 Stellen. Etwa die Hälfte der von dem Abbau betroffenen Mitarbeiter könnte durch den geplanten Verkauf von Unternehmensteilen ausscheiden. Ein Unternehmenssprecher bestätigte die Stellenstreichungen, ohne auf Zahlen einzugehen. Der Abbau solle sozialverträglich geschehen, bestätigte ein Sprecher Angaben der Zeitung „Rheinische Post“.

Bis Ende 2012 sind bei RWE betriebsbedingte Kündigungen vertraglich ausgeschlossen. Am 12. Dezember kommt dem Bericht zufolge der Aufsichtsrat zusammen, um über den mittelfristigen Ausblick für die Jahre 2012 bis 2014 und über die Beschäftigungsentwicklung zu beraten. So solle allein das Desinvestitions-Programm mit dem Abbau von 3000 bis 4000 Stellen verbunden sein.

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Der Energieriese hatte schon im August milliardenschwere Verkäufe und einen strikten Sparkurs angekündigt, um die milliardenschwere Schuldlast zu drücken und die Belastungen durch die Atomwende aufzufangen. Unter anderem will RWE bis Ende 2013 Beteiligungen in Höhe von bis zu elf Milliarden Euro abzugeben. Im Gespräch ist dem Zeitungsbericht zufolge unter anderem der Verkauf oder Teilverkauf des Ölförderers Dea (1300 Stellen). Alle Schritte seien einvernehmlich mit den Gewerkschaften besprochen worden, betonte der Sprecher. Die Maßnahmen zum Stellenabbau seien bereits länger bekannt, so der RWE-Sprecher.

Hintergrund der Kürzungen beim Personal ist laut Reuters außerdem die Schließung des Atomkraftwerks Biblis, nachdem die Bundesregierung im Sommer den Atomausstieg beschlossen hatte. Darüber hinaus würden alte Kohlekraftwerke durch neue Anlagen ersetzt, zu deren Steuerung weniger Personal benötigt werde, sagte ein Sprecher. Zudem baue RWE sein England-Geschäft um. Weitere Maßnahmen gebe es in Osteuropa.

Beim Düsseldorfer Konkurrenten E.ON sorgt seit Monaten ein geplanter Stellenabbau für Unruhe. Vorstandschef Johannes Teyssen will bis zu 11.000 der weltweit rund 80.000 Jobs kürzen. Den Gewerkschaften zufolge könnten alleine in Deutschland 6500 Mitarbeiter betroffen sein. Im Gegensatz zu RWE schließt E.ON betriebsbedingte Kündigungen ausdrücklich nicht aus und hat erklärt, das Ausscheiden von Mitarbeitern durch den geplanten Verkauf von Unternehmensteilen sei in die genannte Zahl nicht einberechnet. Die bulgarische Tochter E.ON Bulgaria übernimmt für rund 133 Millionen Euro nun der tschechische Energieversorger Energo-Pro, wie der Konzern in der Nacht zum Samstag mitteilte.

Quelle:  Handelsblatt Online
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