Eon-Konkurrenz: Chinesen im Rennen um EDP siegessicher

Eon-Konkurrenz: Chinesen im Rennen um EDP siegessicher

, aktualisiert 14. Dezember 2011, 16:00 Uhr
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Banner mit dem Logo des portugiesischen Versorger EDP.

Quelle:Handelsblatt Online

Für Eon könnte es im Bieterwettstreit um den portugiesischen Versorger EDP eng werden. Die chinesische Holding Three Gorges demonstriert Stärke und hat ankündigt an, den höchsten Preis für die Anteile zahlen zu können.

LissabonDie chinesische Holding Three Gorges (Drei Schluchten) sieht sich im Rennen um den portugiesischen Versorger EDP vor dem deutschen Konkurrenten Eon. „Wir sind absolut davon überzeugt, diese Privatisierung zu gewinnen“, sagte der Direktor der strategischen Planungsabteilung der Holding, Zhang Dingming, am Mittwoch in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Sein Unternehmen könne wegen seiner starken Finanzkraft den höchsten Preis für das zum Verkauf stehende Paket von rund 21 Prozent an EDP zahlen. Auf welche Summe sich die Offerte beläuft, sagte Dingming nicht.

Nach Angaben mehrerer mit der Angelegenheit vertrauter Personen haben die Chinesen ebenso wie Eon und die brasilianischen Unternehmen Electrobas und Cemig am Freitag bindende Angebote eingereicht. Die Anteile haben einen Börsenwert von 1,9 Milliarden Euro. Nach einem Bericht der portugiesischen Tageszeitung „Jornal de Negocios“ reichen die Offerten von 2,3 bis 2,7 Milliarden Euro. Der Verwaltungsrat von EDP habe der Regierung empfohlen, das Paket an die Chinesen oder Eon zu verkaufen, berichtete die Zeitung „Diario Economico“ ohne Angaben von Quellen.

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Die Regierung muss sich nicht an diese Empfehlung halten. Es wird erwartet, dass sie sich noch in diesem Jahr entscheidet. Three Gorges-Manager Dingming betonte, bei dem Vorstoß in Portugal Rückendeckung von der chinesischen Regierung und chinesischen Banken zu haben. Davon könne auch das schuldengeplagte Portugal profitieren. Das chinesische Bankensystem sei sehr stark und könne viel Geld investieren, sagte er. „Wir wollen eine Brücke zwischen EDP und den chinesischen Banken bauen, so dass diese EDP kontinuierlich unterstützen können“, fügte Dingming in dem Interview hinzu.

EDP ist in Europa, Brasilien und den USA vertreten, während Three Gorges in Russland und Südostasien Geschäfte betreibt. EDP ist das größte Unternehmen Portugals. Der Versorger mit rund 12.000 Beschäftigten kämpft mit Nettofinanzschulden von über 16 Milliarden Euro. Eon könnte mit dem Einstieg sein Ökostromgeschäft deutlich ausbauen, da EDP über zahlreiche Wind- und Wasserkraftwerke verfügt. Zugleich könnte Vorstandschef Johannes Teyssen damit den angestrebten Einstieg in den brasilianischen Markt schaffen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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